Hunde-Wettbewerb Vollendet hässlich

Für gewisse Titel sind spärlicher Haarwuchs und ein schiefes Gesicht unverzichtbar: Dank seines einzigartigen Aussehens ist ein Chinesischer Schopfhund zum hässlichsten Hund der Welt gewählt worden. Alles andere wäre bei seinem Namen auch eine Überraschung gewesen.

AFP

Petaluma - Um in diesem Wettbewerb konkurrieren zu können, dürfen die Teilnehmer nicht allzu viele Haare haben - und wenn, sollten sie möglichst struppig vom Körper abstehen. Eine schief heraushängende Zunge ist immer ein Plus. Und ein abstoßender Gesamteindruck hilft selbstverständlich auch. Bei der Wahl zum hässlichsten Hund der Welt schaffen es nur die unattraktivsten Kandidaten ins Finale.

Der diesjährige Sieger hat sogar einen passenden Namen: In Mugly ist das englische Wort "ugly" (hässlich) enthalten. Der Chinesische Schopfhund setzte sich gegen 28 Konkurrenten durch, auch wegen des Wildwuchses im Gesicht und des etwas schiefen Antlitzes.

Für den Sieg gab es 1000 Dollar Preisgeld und eine Jahresration Leckerlis. Der achtjährige Hund aus Großbritannien erhielt zudem einen VIP-Aufenthalt in einem örtlichen Luxushotel und eine Einladung zu einem Fotoshooting.

"Mir fehlten die Worte, als sie Muglys Namen verkündeten", sagte Besitzerin Bev Nicholson. "Ich zitterte genauso viel wie der Hund." Dabei hat der Gewinner Erfahrung mit Auszeichnungen für sein Aussehen. Laut Nicholson wurde Mugly 2005 zum hässlichsten Hund Großbritanniens gewählt.

Der Wettbewerb fand zum 24. Mal statt und hat sich zu einer Attraktion entwickelt. Zahlreiche Zuschauer, Journalisten und Kamerateams aus aller Welt verfolgten die Show in Petaluma, gut 60 Kilometer nördlich von San Francisco. Man bewerte bei Mischlingen und Rassehunden natürliche Hässlichkeit, umrissen die Organisatoren ihr Konzept.

Die Veranstaltung ist umstritten - zumal es sich bei den Hunden oft um Tiere handelt, die gequält oder von ihren Besitzern vor dem Einschläfern gerettet wurden. Sieger Mugly etwa war in einem Park von einer Personengruppe misshandelt worden.

Im vergangenen Jahr hatte Hündin Yoda, ein Chihuahua-Mischling, gewonnen. Sie starb im März. 2010 hatte Prinzessin Abby gewonnen, in den Jahren davor ein Boxer namens Pabst, der Chinesische Schopfhund "Gus" und Mischling Elwood.

ulz/AP



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