Christchurch Erdstöße legen menschliche Knochen frei

Die Erde in der neuseeländischen Stadt Christchurch kommt nicht zur Ruhe, Tausende Nachbeben musste die Region in den letzten Monaten verkraften. Ein grausiges Bild bot sich jetzt Friedhofsbesuchern - Erdstöße hatten menschliche Überreste an die Oberfläche gebracht.

Linwood-Friedhof in Christchurch (Bild vom 26.2.2011): 10.000 Erdstöße
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Linwood-Friedhof in Christchurch (Bild vom 26.2.2011): 10.000 Erdstöße


Christchurch - Rund ein Jahr ist vergangen, seit ein Beben der Stärke 6,3 die neuseeländische Stadt Christchurch verwüstete. Doch noch immer erschüttern Nachbeben die Region.

Die Erdstöße haben auf dem Bromley-Friedhof in Christchurch menschliche Überreste zu Tage gefördert, wie der Fernsehsender TV3 berichtete. Auf Videos waren Skelettteile zu sehen, bei denen es sich vermutlich um Rippen und Beinknochen handelte. Friedhofsbesucher berichteten von mindestens zehn Gräbern, die in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Schon seit September 2010 kommt die Erde in Christchurch nicht zur Ruhe. Rund 10.000 Erdstöße haben die Stadt seither erschüttert. Am verheerendsten war das Beben im Februar vergangenen Jahres, bei dem 185 Menschen ums Leben kamen und ein Großteil des Stadtzentrums zerstört wurde. Die Verwüstungen waren deutlich stärker, als man es bei einem Beben der Stärke 6,3 erwartet hätte - wie Geologen ermittelten, hatte ein Echo-Effekt die Erschütterungen verstärkt.

wbr/AFP

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