Prominenter Virologe als Räuchermännchen Christian Drosten raucht der Kopf

Eines der bekanntesten Gesichter der Pandemie ist der Berliner Virologe Christian Drosten. Jetzt tritt er als Räuchermännchen in Erscheinung.
Virologen-Räuchermann mit Mund-Nasen-Schutz

Virologen-Räuchermann mit Mund-Nasen-Schutz 

Foto: Hendrik Schmidt / dpa

Weißer Kittel, Mund-Nasen-Schutz und leicht zerzaustes Haar: Eine Manufaktur aus dem Erzgebirge hat in diesem Winter eine besonders prominente Figur in ihr Sortiment aufgenommen – den Virologen Christian Drosten.

Ein Familienbetrieb aus dem sächsischen Seiffen hat den Institutsdirektor der Berliner Charité als Holzfigur nachempfunden und ihn auf ein stilisiertes Virus gestellt. »Volkskunst orientiert sich immer an der Zeitgeschichte, an dem, was passiert«, sagte der Künstler Tino Günther der Nachrichtenagentur dpa. In diesem Jahr sei kaum ein Beruf so sehr ins Blickfeld der Aufmerksamkeit gerückt wie der des Virologen.

Die Ähnlichkeit mit dem inzwischen einer breiten Öffentlichkeit bekannten Wissenschaftler sei aber »rein zufällig«, ergänzt Günther augenzwinkernd.

Im Unterschied zum traditionellen »Rachermannl«, wie man im Erzgebirge sagt, raucht die Virologen-Figur nicht aus dem Mund. »Das geht ja schon durch die Mund-Nasen-Maske nicht und hätte auch nicht gepasst.« Also qualmt dem Räuchermann sinnbildlich der Kopf. Außerdem streckt der Virologe – versteckt unter der Maske – der Pandemie die Zunge heraus.

Das Räuchermännchen soll Arbeitsplätze retten

Die Nullserie mit 15 Stück sei binnen weniger Stunden ausverkauft gewesen, berichtet Günther. Inzwischen führe er eine Bestellliste. Richtig losgehen soll die Produktion dann nach Weihnachten im Januar. Mit einem in der Krise nicht zu vernachlässigenden Nebeneffekt: Nach der für die Branche wichtigsten Zeit des Jahres könnte das Geschäft mit dem Drosten-Räuchermännchen die sieben Fertigungsmitarbeiter vor der drohenden Kurzarbeit retten.

ala/dpa