Chronik der Ereignisse Die gestrigen Meldungen aus dem Katastrophengebiet

Über den Südosten der USA ist einer der schlimmsten Hurrikane in der Geschichte des Landes hinweggefegt. SPIEGEL ONLINE berichtet im News-Ticker über die neuesten Entwicklungen.


+++ Präsidentenrede: "Aufbau wird Jahre dauern" +++

[23.41] Der Hurrikan sei eine der schlimmsten Katastrophen in der Geschichte der Vereinigten Staaten, sagte US-Präsident George Bush in Washington. Der Aufbau werde Jahre dauern. Trotzdem machte Bush den Betroffenen Mut. Die Nation stünde hinter ihnen. Hilfsmaßnahmen seien eingeleitet. Zunächst werde alle Energie auf die Rettung von Menschenleben konzentriert, dann solle den Obdachlosen geholfen und die Energieversorgung aufgebaut werden.

+++ Rückversicherer schätzt Schaden auf 500 Millionen Dollar +++

[23.00] Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re geht nach einer vorläufigen Schätzung von einer eigenen Schadenbelastung durch den Hurrikan "Katrina" in der Höhe von 500 Millionen US-Dollar oder 625 Millionen Schweizer Franken vor Steuern aus. Aufgrund der Komplexität der Schäden sei diese Schätzung jedoch sehr unsicher, erklärte das Unternehmen. Die gesamte Versicherungswirtschaft dürfte der Hurrikan nach Schätzungen des Unternehmens rund 20 Milliarden Franken kosten.

+++ FDP will Ölreserven halbieren +++

[22.20] Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Rainer Brüderle plädiert angesichts weiter steigender Benzin- und Heizölpreise für die Halbierung der strategische Erdölreserve in Deutschland. Dies könnte deutsche Verbraucher und Unternehmen kurzfristig um 3 bis 3,5 Milliarden Euro entlasten, sagte Brüderle der Tageszeitung "Die Welt".

+++ USA setzen Benzin-Vorschriften aus +++

[21.10] Die US-Regierung hat am Mittwoch die Vorschriften für sauberes Benzin ausgesetzt, um die Folgen des Hurrikans auf dem Energiesektor zu mildern. Für 14 Tage sollen die Grenzwerte für den Schwefelgehalt im Benzin gelockert werden, teilte der Direktor der Umweltbehörde, Steve Johnson, mit. Mit diesem Schritt solle die drohende drastische Verknappung von Benzin verhindert werden.

+++ Bush im Tiefflug über New Orleans +++

[20.37] US-Präsident George W. Bush hat bei der Rückkehr aus seinem Urlaub in Texas die von "Katrina" betroffenen Gebiete im Süden der USA überflogen. Wie das Weiße Haus mitteilte, ging die Präsidentenmaschine "Air Force One" zeitweise auf eine Flughöhe von nur 510 Metern, damit Bush sich aus der Luft ein Bild vom Ausmaß der Zerstörungen machen konnte.

+++ Bürgermeister spricht von Tausenden Toten +++

[20.25] Ray Nagin, Bürgermeister von New Orleans, spricht davon, dass möglicherweise Tausende Menschen an den Folgen des Hurrikans starben.

+++ Die Queen kondoliert +++

[19.54] Die britische Königin Elizabeth II. hat sich "zutiefst schockiert und traurig" über die verheerenden Folgen des Hurrikans "Katrina" gezeigt. In einem Telegramm an US-Präsident George W. Bush sprach die Queen vor allem den Familien der Opfer dieser "schrecklichen Katastrophe" ihr Beileid aus.

+++ Zeitung als Online-Ausgabe +++

[19.06] Die Zeitung "The Times-Picayune" aus New Orleans erscheint den zweiten Tag in Folge nur als Online-Ausgabe. Das Blatt titelte mit den Worten: "'Katrina': Der Sturm, den wir immer gefürchtet haben". Der Leitartikel wandte sich gegen die Plünderungen in New Orleans. Das Gebäude der "Times-Picayune" war evakuiert worden. Die Mitarbeiter zogen vorübergehend in ein provisorisches Büro in Baton Rouge im Staat Louisiana um.

+++ BASF muss Anlagen schließen +++

[18.48] Der Hurrikan "Katrina" hat auch der BASF Produktionsausfälle beschert. Der Ludwigshafener Chemiekonzern musste seine Großanlage im US-Bundesstaat Louisiana mit 15 Fabriken und rund 1000 Beschäftigten zwei Tage lang schließen, wie die "Financial Times Deutschland" meldet.

+++ US-Regierung bereitet Hilfspaket vor +++

[18.01] Die US-Regierung stellt angesichts der Verwüstung durch den Hurrikan "Katrina" ein umfassendes Hilfspaket zusammen. "Ich weiß, dass darüber eine Diskussion im Gange ist", sagte Präsidialamtssprecher Scott McClellan. "Und ich würde auf alle Fälle damit rechnen, dass in einer Situation wie dieser eine Zusatzvereinbarung etwas ist, das nötig ist."

+++ Energieagentur erwägt Notfallplan +++

[17.46] Bei einer weltweiten Ölknappheit durch die Schäden des Wirbelsturms "Katrina" könnte die Internationale Energieagentur (IEA) ihren Notfallplan in Kraft setzen. Dazu stehe die Organisation, falls nötig, bereit, sagte IEA-Chef Claude Mandil der Nachrichtenagentur AFP in Paris. In diesem Fall bekämen die Mitgliedstaaten der Organisation grünes Licht, einen Teil ihrer strategischen Reserven auf den Markt zu bringen. Zunächst müsse aber geprüft werden, wie groß die Schäden durch "Katrina" tatsächlich seien, betonte Mandil. Ob "Katrina" die Ölindustrie wirklich so nachhaltig geschädigt habe, dass die Reserven angezapft werden müssten, sei noch nicht absehbar, sagte der IEA-Chef weiter. Die Prüfung werde noch einige Tage dauern.

+++ Sandsäcke gegen die Fluten +++

[17.37] Ingenieure der Streitkräfte versuchen, die Wassermassen in New Orleans mit Sandsäcken aufzuhalten. Sie ließen von einem Hubschrauber Sandsäcke mit einem Gewicht von 1.350 Kilogramm sowie Betonblöcke ins Wasser, um einen Dammbruch abzudichten. Der Erfolg hielt sich jedoch in Grenzen: In der Stadt steigen die Fluten weiter. Ein Militär schlug sogar vor, ein Boot in das 150 Meter breite Loch zu rammen. Nach Anordnung von Gouverneurin Kathleen Blanco sollen wegen des steigenden Wassers auch die Notunterkünfte von New Orleans geräumt werden. Neben den Tausenden Gestrandeten im Footballstadion Superdome halten sich noch 40.000 in rund 200 Notunterkünften auf, die das Rote Kreuz im Katastrophengebiet errichtet hatte.

+++ ADAC: "Tankstellen machen ungerechtfertigt Kasse" +++

[17.08] Der ADAC ruft die Autofahrer angesichts drastischer Benzin-Preiserhöhungen zum genauen Preisvergleich an den Tankstellen auf. "In so einer Situation wie jetzt kann der Preisunterschied innerhalb einer Stadt durchaus auch einmal bei zehn Cent liegen", sagte ADAC-Experte Jürgen Albrecht der dpa. Dabei seien die freien Tankstellen in der Regel einen Tick günstiger. Die jüngsten Preiserhöhungen sind nach Einschätzung des ADAC nicht gerechtfertigt. Esso und Shell hatten die Preise um acht Cent je Liter angehoben. Offenbar würden die Zerstörungen durch den Hurrikan "Katrina" ausgenützt, um Kasse zu machen. "Die bedauerlichen Vorfälle beeinflussen natürlich den Ölmarkt." Eine Veränderung bei den Rohölpreisen könne aber nicht direkt auf die Benzinpreise durchschlagen, da hier viele Faktoren mitspielten. Für den deutschen Markt seien die Brent-Ölpreise entscheidend, die sich in den vergangenen Tagen kaum bewegt hätten.

+++ Superdome: Evakuierung nach Houston +++

[16.45] Die rund 25.000 in das Football-Stadion von New Orleans geflüchteten Menschen sollen in das nicht mehr genutzte Sportstadion "Astrodome" nach Houston im benachbarten Bundesstaat Texas evakuiert werden. Der erste Transport soll mit Bussen noch heute erfolgen. Die Katastrophenhelfer wollen insgesamt 475 Busse für den Transport einsetzen. Im Superdome herrschen mittlerweile unhaltbare Zustände. Ein Mann stürzte von einer Tribüne in den Tod, insgesamt starben damit in der Notunterkunft fünf Menschen. Bei Temperaturen von 33 Grad Celsius fiel in dem Stadion wegen des Hochwassers der Strom aus. Weder Toilettenspülungen noch Klimaanlagen funktionierten. Überall stapelte sich nach Augenzeugenberichten der Müll.

+++ Pentagon reagiert mit Großeinsatz +++

[16.40] Das US-Verteidigungsministerium stellt für einen massiven Katastropheneinsatz verstärkt Kapazitäten bereit. Der Hilfseinsatz der US-Armee im Überflutungsgebiet umfasst Marine-Schiffe, Hubschrauber und ein Krankenhausschiff. Koordiniert wird der Einsatz vom Nordkommando der US-Streitkräfte. Zudem werden mehrere Flugzeuge für Hilfseinsätze eingesetzt.

+++ Hai in den Straßen von New Orleans gesichtet +++

[15.52] In New Orleans steht das Wasser mehrere Meter hoch. Laut Augenzeugen spielen sich dort apokalyptische Szenen ab. Leichen treiben an den Überlebenden des Hurrikans "Katrina" vorbei. Die Behörden berichteten selbst von einem knapp einem Meter langen Hai, der durch die Straßen geschwommen sein soll. Andere haben Angst, sich von ihren Dächern ins Wasser zu begeben, weil sie Schlangen und Krokodile fürchten.

+++ Lage gerät außer Kontrolle +++

[15.45] Die Lage in den Katastrophengebieten der US-Südküste gerät langsam außer Kontrolle. Zwei Tage nach dem Durchzug des Wirbelsturms "Katrina" herrschten in den betroffenen Bundesstaaten zum Teil chaotische Zustände. Rettungskräfte bemühten sich überall verzweifelt, auf den Dächern ihrer Häuser gestrandete Menschen zu bergen. In New Orleans stieg das Hochwasser nach dem Bruch eines Dammes und dem Versagen zahlreicher Pumpanlagen weiter an. Nach Angaben von Bürgermeister Ray Nagin wird es zwischen drei und vier Monaten dauern, bis die Bewohner in die Stadt zurückkehren können.

+++ AA: Auch Deutsche im Krisengebieten +++

[15.40] Nach dem verheerenden Hurrikan in den USA sitzen auch einige deutsche Urlauber in den Krisengebieten fest. Man wisse von "einigen wenigen Deutschen", die Probleme hätten, aus dem Gebiet um New Orleans und dem US-Bundesstaat Mississippi herauszukommen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Nach derzeitigem Kenntnisstand bestehe aber "keine Gefahr für Leib und Leben". Es gebe keine Hinweise auf Verletzte oder gar Tote aus Deutschland. Der Sprecher verwies auch auf die Hotline des Krisenreaktionszentrums im Auswärtigen Amt, an die sich Angehörige im Zweifelsfall wenden könnten und die rund um die Uhr unter 030 - 5000 2000 zu erreichen sei.

+++ Vermutlich hunderte Tote +++

[15.36] Angesichts der immer dramatischeren Zustände in New Orleans soll noch heute die vollständige Evakuierung der Stadt beginnen. Zuerst sollte der "Superdome" evakuiert werden, wo zuletzt bis zu 30.000 Flüchtlinge Hilfe gesucht hatten und dramatische Zustände herrschen. Die Gouverneurin von Louisiana, Kathleen Blanco, bezeichnete die Hilfsaktionen für die rund 100.000 in den Wasserfluten eingeschlossenen Einwohner als logistischen Albtraum. Wegen eines riesigen Dammbruchs steigen die Fluten immer weiter an. Die Behörden rechnen mit hunderten Toten im Krisengebiet. Im US-Staat Mississippi wurde laut Gouverneur Haley Barbour ein 100 Kilometer langer Küstenstreifen zu 90 Prozent zerstört. Es habe wie nach einem Atomangriff ausgesehen, sagte er CNN. "Wenn Sie diese Zerstörung sehen, ist alles möglich", antwortete Barbour auf die Frage, ob sich die Zahl der Toten weiter erhöhen werde.

+++ Russen bieten Hilfe an +++

[15.20] Das russische Katastrophenschutzministerium hat den USA Hilfe angeboten. Zwei Transportflugzeuge mit Einsatzkräften, Hubschraubern und Rettungsgerät für das Katastrophengebiet seien abflugbereit, sagte eine Sprecher des russischen Katastrophenschutzministeriums in Moskau. Zudem soll sich eine Gruppe von 30 russischen Studenten laut russischen TV-Berichten vor den Wassermassen auf das Dach eines Hauses in New Orleans geflüchtet haben.

+++ Benzinpreise explodieren +++

[15.00] Die Benzinpreise in Deutschland sind heute in bisher nicht gekanntem Ausmaß gestiegen: Esso erhöhte die Preise für die meistgetankte Benzinsorte Super auf einen Schlag um acht Cent je Liter. Entspannung ist nicht in Sicht. Experten erwarten im Laufe der Woche weitere Steigerungen. Die Ölgesellschaft ExxonMobil reagierte auf eine Preiserhöhung von vier Cent je Liter durch Aral. Angesichts explodierender Preise am europäischen Benzinmarkt in Rotterdam nach dem Hurrikan "Katrina" seien vier Cent Erhöhung nicht ausreichend, um Verluste zu vermeiden, sagte ein ExxonMobil-Sprecher in Hamburg. Diesel verteuerte sich um drei Cent je Liter. Damit kostet Superbenzin im bundesweiten Durchschnitt an Markentankstellen ungefähr 1,39 Euro je Liter, Diesel 1,16 Euro. In Rostock, der Stadt mit dem laut ADAC teuersten Benzin, stieg der Preis für Super bis auf 1,42 Euro.

+++ Ökonomen schließen US-Energiepreiskrise nicht aus +++

[14.41] In den Vereinigten Staaten zeichnet sich nach Einschätzung von Ökonomen nach den heftigen Verwüstungen durch "Katrina" eine Energiepreiskrise ab. "Ein Angebotsschock bei Ölnachprodukten entwickelt sich", sagte Energieexperte Jochen Hitzfeld von der HVB. Auch aus Sicht von Barclays Capital wird die USA von einer Energiekrise erfasst. Die Benzinpreise dürften angesichts der Schäden sehr kräftig steigen. Während der Verlust von Förderkapazitäten durch die Zerstörungen an Ölplattformen aus Sicht der HVB durch das Anzapfen der "strategischen Rohölreserven" in den USA und möglicherweise auch in Europa ausgeglichen werden könne, gebe es keinen Ersatz für neun zerstörte Raffinerien. Vor diesem Hintergrund zeichne sich am Markt ein klassischer Angebots-Schock bei Benzin und Erdgas ab.

+++ CNN-Chef: Weblogs und Privatvideos immer wichtiger +++

[14.30] Privatvideos und Informationen von Betroffenen aus dem Internet spielen nach Angaben des Chefredakteurs von CNN International, Nick Wrenn, eine immer wichtigere Rolle. Der Nachrichtensender nutze zunehmend Amateuraufnahmen und so genannte Weblogs für die Berichterstattung aus Krisengebieten, sagte Wrenn auf dem Medienforum Berlin-Brandenburg. Zu Ereignissen wie die Tsunami-Katastrophe in Südostasien, die Terrorfahndung in London oder die Folgen des Hurrikans "Katrina" in den USA seien zunächst Bilder von Amateurfilmern ausgestrahlt worden, bevor ein CNN-Kamerateam vor Ort gewesen sei. Er sehe in dieser Form des "Bürger-Journalismus" eine Bereicherung und keine Bedrohung für die Nachrichtensender, sagte Wrenn.

+++ Teile Mississippis vollkommen zerstört +++

[13.55] Der Wirbelsturm "Katrina" hat einige Landstriche des US-Bundesstaates Mississippi vollkommen verwüstet. In den am meisten betroffenen Gebieten entlang der Küste seien 90 Prozent der Häuser zerstört, sagte Gouverneur Haley Barbour dem Fernsehsender NBC. "Entlang der Strände sind alle Gebäude zerstört. Wir stehen hüfthoch in Trümmern." Der Anblick vor Ort sei nicht zu beschreiben. "Man kommt von einem Viertel ins andere - und nirgends gibt es mehr Häuser. Es gibt einfach nichts mehr." "Katrina" hat seine Zerstörungskraft mittlerweile weitgehend verloren. Nach dem Sinken der Windgeschwindigkeiten auf rund 50 Stundenkilometer, wurde der Hurrikan zum Tropensturm herabgestuft. Die Meteorologen gaben jedoch keine Entwarnung: In den kommenden Tagen könnten sich über dem Südosten der USA neue gefährliche Tornados bilden.

+++ Hurrikan reißt Ölbohrinseln los +++

[13.33] "Katrina" hat nach Angaben der US-Küstenwache mehrere schwimmende Ölbohrinseln im Golf von Mexiko losgerissen. Die Plattformen seien bis zu 27 Kilometer von ihrem ursprünglichen Standort weggeschwemmt worden. Öl- und Gasgesellschaften verschafften sich per Hubschrauber einen Überblick über die Schäden vor der Küste. Wie der US-Sender CNN berichtete, musste in Mobile (Alabama) eine Brücke gesperrt werden, weil eine losgerissene Ölplattform gegen einen Pfeiler geschwemmt worden war. Wegen des Hurrikans waren laut Angaben des staatlichen Minerals Management Services 645 bemannte Ölplattformen oder 78,75 Prozent aller Bohrinseln sowie 90 andere Anlagen im Golf von Mexiko evakuiert worden. Die Förderung von mehr als einer Million Barrel Öl am Tag kam zum Erliegen. Im Golf von Mexiko wird mehr als ein Viertel des amerikanischen Öls und Erdgases gefördert.

+++ US-Energieminister: Werden strategische Ölreserve anzapfen +++

[13.15] Die Vereinigten Staaten werden angesichts der Folgen des Hurrikans "Katrina" ihre strategische Rohölreserve anzapfen. US-Energieminister Samuel Bodman kündigte bei CNBC die Bekanntgabe weiterer Details im Tagesverlauf an. Bush hat die "strategische Ölreserve" für geopolitische Krisenfälle mit etwa 600 Millionen Barrel (je 159 Liter) gefüllt.

+++ Papst betet für "Katrinas" Opfer +++

[13.09] Papst Benedikt XVI. drückt seine tiefe Trauer über die Folgen des Hurrikans aus. Allen Betroffenen sei er in seinen Gebeten nah, heißt es in einem von Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano übermittelten Telegramm. "Der Heilige Vater vertraut die Toten der liebenden Barmherzigkeit des allmächtigen Gottes an" und bitte für die Hinterbliebenen um Stärke und Trost. Zudem bete der Papst auch für die Rettungskräfte und ermutige sie, ihre Bemühungen um eine Linderung des Leids fortzusetzen.

+++ Opec: Ölpreisanstieg wird weltweit Konjunktur belasten +++

[12.16] Der geschäftsführende Generalsekretär der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), Adnan Schihab-Eldin, sieht den anhaltenden Anstieg der Ölpreise mit zunehmender Besorgnis. Die Ölpreise näherten sich einem Niveau, das die Weltwirtschaft womöglich nicht mehr verkraften könne, sagte er. Vor allem die möglichen Schäden an Ölförderstätten im Golf von Mexiko führten zu Panikkäufen. Nach Angaben der US-Behörden wurden dort wegen mehr als 700 Ölförderstätten geschlossen. Aus der Region stammt normalerweise ein Viertel der gesamten Benzin- und Heizölproduktion der USA. Nach Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor's wird "Katrina" das US-Wirtschaftswachstum im dritten Quartal um einige Punkte niedriger ausfallen lassen. Bislang prognostiziert die Agentur ein BIP-Wachstum von 3,7 Prozent.

+++ Schily: Deutschland zu Katastrophenhilfe bereit +++

[12.06] Deutschland ist nach den Worten von Innenminister Otto Schily bereit, den USA technische Hilfe zur Bewältigung der Hurrikan-Katastrophe zu leisten. "Wenn es Anforderungen von amerikanischer Seite gibt, dann werden wir uns sicherlich daran beteiligen", sagte der SPD-Politiker zu Reuters TV. Bislang gebe es aber noch keine Anfragen der USA.



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