Chronologie Verheerende Brände in Geschäftszentren


Hamburg - Brände in Einkaufs- und Vergnügungszentren wie jetzt in der zentralchinesischen Stadt Luoyang verbreiten sich oft besonders schnell, da die Räume meist mit leicht brennbaren Materialien ausgestattet sind. Panik und oft mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen führen dazu, dass viele Besucher nicht ins Freie gelangen können. Die bislang größte Katastrophe dieser Art ereignete sich Ende November 1942 in Boston in den USA: 490 Menschen kamen in einem Nachtclub ums Leben. In China ereignete sich das letzte Unglück dieser Größenordnung am 27. November 1994, als in einem überfüllten Tanzlokal in der Stadt Fuxin vermutlich durch Kurzschluss ein Feuer ausbrach: 233 Menschen kamen damals ums Leben.

Die schwersten Tragödien dieser Art in den letzten Jahren:

25.12.2000: In einem Einkaufs- und Vergnügungszentrum in der zentralchinesischen Stadt Luoyang kommen bei einem Brand mehr als 300 Menschen ums Leben. Die meisten Opfer gibt es in einem Tanzsaal, in dem an die 200 Menschen eingeschlossen waren. Ursache zunächst unklar.

30.10.1999: Bei einem Großbrand in einem Einkaufs- und Vergnügungszentrum der südkoreanischen Hafenstadt Inchon werden mindestens 55 junge Leute getötet. Das Feuer hatte sich von einer Karaoke-Bar im Keller in die oberen Etagen ausgebreitet. Ein Junge hatte brennbare Reinigungsmittel angezündet.

29.10.1998: In Göteborg (Schweden), wo etwa 400 Jugendliche ein Halloween-Fest feiern, bricht ein Feuer aus. 63 zumeist junge Menschen verbrennen oder ersticken. Ursache: Brandstiftung.

29.03.1996: Bei einem Brand in einem dreistöckigen Einkaufszentrum in Bogor südlich der indonesischen Hauptstadt Jakarta kommen mindestens 79 Menschen ums Leben. Als Ursache wird ein Kurzschluss in der Klimaanlage vermutet.

19.03.1996: In der philippinischen Hauptstadt Manila fordert ein Brand in der Nobeldiskothek "Ozone Disco Pub" 162 Menschenleben. Studenten und Schüler hatten dort den Abschluss des Schuljahres gefeiert. Es werden mehrere Ursachen vermutet - von einem Kurzschluss bis zur Explosion einer Gasflasche.



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