Coronakrise Bayerns Hausärzte beginnen mit Impfungen – so läuft es ab

Eine Woche vor dem bundesweiten Start beginnen mehr als tausend Hausarztpraxen in Bayern mit Corona-Impfungen. 33.600 Dosen AstraZeneca stehen dafür zur Verfügung.
Eine bayerische Ärztin impft in ihrer Praxis gegen das Coronavirus (Archiv)

Eine bayerische Ärztin impft in ihrer Praxis gegen das Coronavirus (Archiv)

Foto: Nicolas Armer / dpa

33.600 Impfdosen für 1635 Hausärzte, also etwa 20 Dosen pro Praxis – das klingt nach einer überschaubaren Menge für Bayern. Rund 8500 Hausarztpraxen gibt es insgesamt in dem bevölkerungsreichen Bundesland. Und dennoch ist es mehr als nur ein symbolischer Erfolg, dass in Bayern nun bereits diesen Mittwoch und Donnerstag Hausärztinnen und Hausärzte mit den Impfungen gegen das Coronavirus beginnen – bundesweit soll es erst nach Ostern losgehen. 33.600 AstraZeneca-Dosen stehen nun in Bayern zur Verfügung. Der Stopp der AstraZeneca-Impfungen für unter 60-Jährige halte das Projekt nicht auf, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Impfdosen aus Rücklagen des Gesundheitsministeriums

Bayern ist das erste Bundesland, das regulär mit den Impfungen beim Hausarzt startet, zuvor hatte es Modellprojekte unter anderem in Mecklenburg-Vorpommern gegeben, an denen eine kleine Zahl an Praxen teilgenommen hatte. Dass auch in Bayern zunächst nur knapp ein Fünftel der Praxen mit den Impfungen beginnt, hänge mit der vergleichsweise geringen Zahl an verfügbaren Dosen zusammen, teilte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) mit. Welche Praxen starten können, sei per Umfrage geklärt worden: Die Praxen seien danach ausgewählt worden, wie viele ältere Patientinnen und Patienten sie haben und wie viel dort regulär geimpft werden würde.

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Die 33.600 Impfdosen stammten laut einer Sprecherin aus den Rücklagen des bayerischen Gesundheitsministeriums. Vom Kontingent der Impfzentren sei für den Start nichts abgezweigt worden.

Das Ministerium habe den Impfstoff in dieser Woche an die Apotheken geliefert, dort konnten die Ärztinnen und Ärzte ihn dann abholen. Der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung zeigte sich erfreut darüber, dass die Hausärzte nun endlich auch offiziell mit in die Impfkampagne einbezogen wurden. Denn schon zuvor habe es Kooperationen zwischen Impfzentren und Hausarztpraxen gegeben, sodass einige Menschen gleich beim Hausarzt geimpft worden seien.

Am 7. April startet die bundesweite Kampagne

Ab dem 7. April sollen Hausärzte bundesweit Corona-Impfungen durchführen, dann übernimmt der Bund die Koordinierung. Allein für Bayern werden laut Landesgesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) rund 2,3 Millionen Impfdosen für den Monat bereitgestellt – knapp eine Million davon sollen an Hausärzte gehen. Die Verteilung des Impfstoffs für die Hausärzte wird vom Bund koordiniert und vom Zentrallager oder von den Herstellern aus direkt an den pharmazeutischen Großhandel und die Apotheken vor Ort geliefert. Die liefern die Dosen wiederum an die Hausärzte.

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