Vergleich mit »I am Legend« Nein, die Coronaimpfung macht Menschen nicht zu Zombies

Eine Optikerin aus der Bronx hat Angst, durch eine Coronaimpfung zur Untoten wie im Film »I am Legend« zu mutieren. Der Drehbuchautor interveniert: »Es ist ein Film. Es ist. Nicht. Real.«
Will Smith mit Zombie in »I am Legend«

Will Smith mit Zombie in »I am Legend«

Foto: ddp images

In dem Film »I am Legend« spielt Will Smith den sehr einsamen Virologen Robert Neville. Seine Situation ist prekär: Forscher haben versucht, Masernviren für eine Krebstherapie genetisch zu modifizieren – und en passant über fünf Milliarden Menschen eliminiert. Nur ein geringer Teil der Weltbevölkerung hat die Infektion mit einem mutierten Virus überlebt und sich in tollwütige Zombies verwandelt.

Eine gruselige Hollywood-Fiktion, die allerdings in Zeiten der Pandemie von manchem als real wahrgenommen wird.

Lieber Kündigung als Impfung

Vergangene Woche berichtete die »New York Times «, der Besitzer eines Brillengeschäfts in der Bronx habe Probleme gehabt, seine Angestellten von der Notwendigkeit einer Covid-19-Impfung zu überzeugen. Monatelang habe er sie umworben, ihnen einen Bargeld-Bonus versprochen und eine Testpflicht eingeführt. Dennoch hätte ein kleiner Teil der Belegschaft sich verweigert. Eine 31-jährige Angestellte habe erklärt, lieber kündigen zu wollen, als sich impfen zu lassen.

Einige Mitarbeiter hätten ein generelles Misstrauen gegenüber der Regierung angeführt, andere sich auf Verschwörungstheorien berufen, vermutet, die Impfstoffe enthielten Mikrochips, mithilfe derer sie getrackt werden könnten. Andere behaupteten demnach, sie würden durch die Impfung unfruchtbar – wofür es wissenschaftlich keine Belege gibt.

»Oh. Mein. Gott.«

Eine Angestellte schließlich befürchtete, die Impfung werde sie in einen Zombie verwandeln – ähnlich wie in dem Film »I am Legend«. Diese (nicht korrekte) Annahme wurde in den sozialen Medien begierig aufgesogen, in Memes verarbeitet, tausendfach geteilt und durchaus ernst kommentiert.

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Einer der Drehbuchautoren des Films, Akiva Goldsman, machte seinem Unmut daraufhin via Twitter Luft: »Oh. Mein. Gott«, schrieb er. »Es ist ein Film. Das habe ich mir ausgedacht. Es ist. Nicht. Real.«

Der 59-jährige Goldsman hatte das Drehbuch zusammen mit Kollegen verfasst, basierend auf einer Romanvorlage des Autors Richard Matheson aus dem Jahr 1954.

In New York City sind rund 66 Prozent der Erwachsenen gegen das Coronavirus geimpft – mit den auch hierzulande zu beobachtenden regionalen Unterschieden. Laut »New York Times« liegt die Quote im Stadtteil Bronx bei 58 Prozent, im reichen Manhattan bei 75 Prozent.

ala
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