Verdacht auf Nötigung im Straßenverkehr Aggressiver »Querdenker« blockiert Straße in München mit Kleinbus

Er wollte einen Autokorso als Protest gegen Coronaschutzmaßnahmen starten: Ein 73-Jähriger hat in der bayerischen Hauptstadt einen Polizeieinsatz provoziert – mit ungünstigem Ende für ihn selbst.
Streifenwagen (Archivbild): Die Polizei setzt sich des Öfteren mit »Querdenkern« auseinander

Streifenwagen (Archivbild): Die Polizei setzt sich des Öfteren mit »Querdenkern« auseinander

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Carsten Rehder/ DPA

Ein »Querdenker« stellte sich quer: In München hat ein 73-Jähriger mit einem Kleinbus den Verkehr auf einer Straße behindert. Zeugen hatten die Polizei per Notruf auf einen Kleinbus hingewiesen, der am späten Freitagabend die ganze Seite einer Fahrbahn im Zentrum der Stadt blockierte.

Gegenüber den Einsatzkräften gab der Mann an, einen Autokorso gegen die Coronamaßnahmen zu planen. Allerdings lag eine Versammlungsanmeldung nicht vor, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. »Es waren auch keine weiteren Versammlungsteilnehmer anwesend«, fügten die Beamten an.

Im weiteren Verlauf wurde der Mann körperlich derart aggressiv, dass ihm letztlich sogar Handschellen angelegt werden mussten. Er hatte sich gegenüber anrückenden Beamten selbst als Angehöriger der sogenannten Querdenker bezeichnet. Laut Polizei ereignete sich der Vorfall am späten Freitagabend im Zentrum von München.

Als sie die Identität des Mannes feststellen wollten, wurde er zunehmend verbal und körperlich aufdringlich. Am Ende wurde er auf eine Polizeiwache gebracht. Er erhielt eine Anzeige wegen des Verdachts auf Nötigung im Straßenverkehr. Sein Auto wurde von einer Abschleppfirma am Straßenrand abgestellt.

nis/AFP