Osterurlauber Mecklenburg-Vorpommern weist Dutzende Autofahrer aus

Nicht einmal Tagesausflügler dürfen rein: In Mecklenburg-Vorpommern hat die Polizei Hunderte Autofahrer kontrolliert. Mehrere von ihnen mussten die Heimreise antreten.
Polizeikontrollen an der B96 bei Neustrelitz

Polizeikontrollen an der B96 bei Neustrelitz

Foto: Stefan Sauer / picture alliance/dpa

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern greift durch. Allein im Umkreis von Neubrandenburg wurden am Freitag die Insassen von 82 Fahrzeugen wegen Verstößen gegen die Coronaregeln aus dem Bundesland verwiesen. Bei den Überprüfungen ging es unter anderem um verbotene touristische Einreisen, wie die Polizei mitteilte. Neubrandenburg gehört zum Kreis Mecklenburgische Seenplatte.

Laut einer Polizeimitteilung  wurden 152 Menschen aufgefordert, das Bundesland wieder zu verlassen, weil sie keinen triftigen Grund für ihren Aufenthalt darlegen konnten. Insgesamt wurden rund um Neubrandenburg 800 Fahrzeuge von der Polizei überprüft. Mit Blick auf ganz Mecklenburg-Vorpommern berichtete die Polizei von fast 350 Menschen in 189 Fahrzeugen, die wegen verbotener touristischer Einreisen des Landes verwiesen wurden. Die verstärkten Kontrollen sollen über die Osterfeiertage anhalten.

Auch Tagesausflügler dürfen nicht rein

Derzeit ist es nur in Ausnahmefällen erlaubt , aus anderen Bundesländern nach Mecklenburg-Vorpommern einzureisen. Auch Tagesausflüge sind verboten. Zu den Ausnahmefällen zählen unter anderem Personen mit einem Zweitwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern, Menschen, die ihre Kernfamilie besuchen oder Durchreisende. »Bitte führen Sie geeignete Schriftstücke mit sich, die belegen, dass Sie aus einem dieser Gründe nach Mecklenburg-Vorpommern reisen«, heißt es auf der Regierungshomepage.

Wer hingegen in Mecklenburg-Vorpommern wohnt, kann sich innerhalb des Bundeslandes frei bewegen. Hotels und andere Ferienbetriebe bleiben allerdings auch für Urlauber aus dem eigenen Bundesland geschlossen. Eine weitere Einschränkung ergibt sich, falls Menschen in einem Landkreis oder einer Stadt mit einer Inzidenz von mehr als 150 wohnen. Dort kann der Bewegungsradius eingeschränkt werden.

Mecklenburg-Vorpommern hat im deutschlandweiten Vergleich aktuell eine der niedrigsten Inzidenzen. Neben dem Saarland und Schleswig-Holstein zählt es zu den drei Bundesländern, in denen die Inzidenz laut RKI-Bericht vom Freitag  bei weniger als 100 liegt. Konkret wurden dort laut Robert Koch-Institut in der vergangenen Woche 93 neue Infektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner gemeldet.

irb/dpa
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