Verdacht auf Impfdurchbruch Mindestens 26 Neuinfektionen in Münster nach Party unter 2G-Bedingungen

Impfdurchbruch in der bisherigen Corona-Musterstadt Münster? Nach einer Party in einem dortigen Klub haben sich bisher 26 Besucher infiziert. Alle sollen laut Eigenangaben geimpft oder genesen gewesen sein.
2G-Party in Hamburg (Symbolbild)

2G-Party in Hamburg (Symbolbild)

Foto: via www.imago-images.de / imago images/Andre Lenthe

In einem Klub in der Innenstadt von Münster haben sich laut städtischen Angaben während einer Party am 3. September mindestens 26 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Der Eintritt zu der Party erfolgte, so schreibt es die Stadt  in einer Pressemitteilung, »nach Stand der Dinge in verschärfter 2G-Regelung, sprich: Alle Gäste waren nach Eigenangabe geimpft oder genesen.«

Aufmerksam seien die Besucher, hauptsächlich Mittzwanziger, aufgrund meist milder Symptome und durch eine Meldung der Corona-Warn-App geworden.

Wie viele Menschen insgesamt betroffen sind, ist noch unklar. »Wir sind in der Aufbereitung der Situation«, so ein Sprecher auf Nachfrage. Auch die Stadt Münster habe am Donnerstag, also sechs Tage nach der Feier, von den Infektionen erfahren.

Genaue Anzahl der Kontaktpersonen noch unklar

Weitere Infektionen seien sehr wahrscheinlich. Die Nachverfolgung durch das Gesundheitsamt laufe auf Hochtouren, zahlreiche Kontakte müssten einen PCR-Bestätigungstest vorlegen. Die genaue Anzahl der engeren Kontaktpersonen sei noch unklar.

Wie viele Besucher in der Nacht in dem Klub in der Nähe des Bahnhofs waren, ist aktuell nicht bekannt, laut Eigenangaben auf der Internetseite passen bis zu 500 Personen hinein.

In Münster ist es laut dem Sprecher der Stadt den Gastronomiebetrieben freigestellt, ob sie für ihre Besucher die 2G-Regel oder die 3G-Regel anwenden. Wie der Klub die von ihm aufgestellte 2G-Regel kontrolliert hat, ist aktuell noch nicht bekannt.

Die westfälische Stadt Münster ist bisher verhältnismäßig gut durch die Coronapandemie gekommen, die Inzidenzzahlen lagen oft deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Der örtliche Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer wird mit den Worten zitiert: »Die vorliegende Ansteckungsserie bestätigt noch einmal die enorme Bedeutung der Schutzimpfung, andererseits wird auch hier deutlich, dass man nicht sorglos insbesondere bei engen Kontakten in geschlossenen Räumen sein sollte.«

tgk
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