Pandemie Deutschland streicht alle Länder von Hochrisikoliste

Ab Donnerstag verlieren hierzulande 62 Staaten den Status als Corona-Hochrisikogebiet. Grund ist die geringere Gefährlichkeit der Omikron-Virusvariante.
Kontrolle am Grenzübergang Salzburg-Walserberg. Auch Österreich galt als Corona-Hochrisikogebiet

Kontrolle am Grenzübergang Salzburg-Walserberg. Auch Österreich galt als Corona-Hochrisikogebiet

Foto:

Franz Neumayr / dpa

In der Nacht zum Donnerstag tritt in Deutschland eine Regelung in Kraft, laut der kein Land mehr als Corona-Hochrisikogebiet eingestuft wird. Dies teilt das Robert Koch-Institut (RKI) auf seiner Internetseite mit.

»Mit verbreitetem Auftreten der Omikron-Variante zeigt sich, dass die Fähigkeit dieser Variante eine bedrohliche Erkrankung hervorzurufen, weniger schwerwiegend ist im Vergleich zu den vorherigen vorherrschenden Varianten«, erklärt das RKI. Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesgesundheits- und das Bundesinnenministerium sowie das Auswärtige Amt.

Zuletzt galten noch 62 Länder und Regionen als Hochrisikogebiete, darunter die meisten Nachbarländer Deutschlands. Sie alle werden am Donnerstag von der Liste genommen.

Bund und Länder hatten bei ihrem jüngsten Corona-Gipfel Mitte Februar die Überarbeitung der Regeln für die Einstufung von Hochrisikogebieten beschlossen. Die veränderten Einstufungskriterien erleichtern insbesondere Familien das Reisen, da Kinder unter zwölf Jahren oft nicht geimpft sind und daher der vorgeschriebenen Quarantäne nicht entgehen können.

Als Hochrisikogebiete waren bislang Staaten oder Regionen »mit besonders hohen Fallzahlen« eingestuft worden. »Indiz ist regelmäßig eine Sieben-Tage-Inzidenz von deutlich über 100«, war laut RKI die Definition. Auch andere »Anhaltspunkte eines gefährlichen Infektionsgeschehens« konnten herangezogen werden, etwa eine hohe Hospitalisierungsrate.

Neue Kriterien zur Einstufung von Hochrisikogebieten

Künftig soll die Einstufung »solchen Gebieten vorbehalten werden, in denen eine besonders hohe Inzidenz in Bezug auf die Verbreitung einer Variante des Coronavirus SARS-CoV-2 mit im Vergleich zur Omikron-Variante höherer Virulenz (insbesondere krankmachenden Eigenschaften) besteht«, schreibt das RKI auf seiner Internetseite.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Auch wenn nun alle bisherigen Hochrisikoeinstufungen aufgehoben wurden, warnt das Institut, dass sich die Situation »weiterhin kurzfristig ändern« kann und wieder Länder auf die Liste kommen.

Neben Hochrisikogebieten werden auch Virusvariantengebiete ausgewiesen. Dies sind Regionen, in denen eine in Deutschland noch nicht verbreitete Coronavirus-Variante »mit besorgniserregenden Eigenschaften« grassiert. Derzeit gilt keine Region als Virusvariantengebiet.

ala/dpa