Tageshöchstwert Südkorea meldet mehr als 340.000 Coronaneuinfektionen

Südkorea hat erstmals mehr als 300.000 Coronainfektionen an einem Tag registriert. Die Präsidentenwahl findet unter strengen Hygienevorkehrungen statt.
Südkorea: Eine Quarantänebeamtin überprüft die Körpertemperatur einer Passagierin am Internationalen Flughafen Incheon

Südkorea: Eine Quarantänebeamtin überprüft die Körpertemperatur einer Passagierin am Internationalen Flughafen Incheon

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Park Mi-So/ DPA

Laut Angaben der Gesundheitsbehörden in Südkorea ist die Zahl der täglich erfassten Fälle am Dienstag erstmals auf mehr als 300.000 gestiegen. Die Behörde für Seuchenkontrolle und -prävention (KDCA) meldete 342.446 Ansteckungen binnen 24 Stunden – ein neuer Höchstwert. 158 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus, teilt die KDCA mit.

Zeitgleich ist am Mittwoch die Wahl eines neuen Präsidenten angelaufen. Knapp 44,2 Millionen Stimmberechtigte sind aufgerufen. Wie schon bei der Parlamentswahl 2020 müssen die Wähler einen Mund- und Nasenschutz tragen, Einmal-Schutzhandschuhe überziehen und sich am Eingang der Wahlkabinen Fieber messen lassen.

Um auch infizierte Personen wählen zu lassen, sollen die Wahllokale noch anderthalb Stunden nach der sonst regulären Schließung um 18 Uhr (10 Uhr MEZ) geöffnet bleiben. Erste Ergebnisse werden in der Nacht oder am frühen Donnerstagmorgen erwartet.

Gesucht wird ein Nachfolger für den gemäßigt linken Politiker Moon Jae, der nach seiner fünfjährigen Amtszeit nicht noch einmal kandidieren darf. Die Umfragen in den vergangenen Wochen deuteten auf ein knappes Rennen zwischen dem Kandidaten der regierenden Demokratischen Partei, Lee Jae Myung, und dem konservativen Bewerber Yoon Suk Yeol hin. Der neue Staatschef beginnt seine Amtszeit im Mai.

Für die viertgrößte Volkswirtschaft Asiens hat die Präsidentenwahl eine enorme Bedeutung. Im Präsidialsystem des Landes laufen fast alle wichtigen Entscheidungen über das Staatsoberhaupt.

ala/dpa

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