Abgelaufene Coronavakzinen Schweiz muss Millionen Impfdosen entsorgen

Weil das Haltbarkeitsdatum erreicht ist, muss die Schweiz mehr als zehn Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus entsorgen. Die Vakzinen haben einen Wert von fast 300 Millionen Euro.
Coronaimpfstoffe von Moderna (l.), Biontech und AstraZeneca (r.)

Coronaimpfstoffe von Moderna (l.), Biontech und AstraZeneca (r.)

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THOMAS KIENZLE / AFP

Nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums muss die Schweiz über zehn Millionen Dosen des Coronaimpfstoffs  von Moderna entsorgen. Die Vakzinen haben einen Wert von umgerechnet 293 Millionen Euro. Laut dem Schweizer Gesundheitsministerium handelt es sich um 2,5 Millionen Dosen aus einem Logistikzentrum der Schweizer Armee und 7,8 Millionen Impfdosen aus einem Depot in Belgien. Zur Vernichtung gebe es keine Alternative.

Die Schweiz hatte zu Beginn der Beschaffungsphase Impfdosen von verschiedenen Herstellern geordert, um Lieferprobleme und eine Abhängigkeit von einzelnen Vakzinen zu vermeiden, die sich als unwirksam erweisen könnten. Seither hat das Land einen hohen Überschuss an Impfdosen.

Für die im Herbst geplante Auffrischungsimpfung sollen rund 3,5 Millionen Dosen des neuen, angepassten Moderna-Impfstoffes zur Verfügung stehen. Von rund 8,7 Millionen Schweizern sind fast 70 Prozent gegen das Coronavirus geimpft.

sbo/afp
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