Coronavirus Berlin und Hamburg wollen Veranstaltungen ab tausend Teilnehmern verbieten

Die Corona-Epidemie zieht immer mehr Maßnahmen nach sich. Nun untersagen auch Deutschlands größte Städte Veranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern.
Ein leerer Zuschauersaal steht auch dem "König der Löwen" in Hamburg bevor

Ein leerer Zuschauersaal steht auch dem "König der Löwen" in Hamburg bevor

Foto: Malte Christians/ dpa

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus will die Hamburger Gesundheitsbehörde Veranstaltungen mit mehr als tausend Menschen untersagen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur. Damit werden die nächsten Heimspiele der Fußball-Zweitligisten Hamburger SV und FC St. Pauli ohne Zuschauer ausgetragen.

Auch die Berliner Gesundheitsverwaltung hat Veranstaltungen ab tausend Personen bis zum Ende der Osterferien untersagt. Das teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) mit.

Zuvor hatten bereits weitere Bundesländer, darunter Bayern, Thüringen und Nordrhein-Westfalen, vergleichbare Entscheidungen gefällt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte entsprechende Absagen von Großveranstaltungen empfohlen. Im föderalen System in Deutschland entscheidet jedes Bundesland selbst, wie es Spahns Empfehlung umsetzt.

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Der CDU-Politiker ist weiter gegen generelle Schulschließungen. Es sei leichter, auf Fußballspiele oder Klubkonzerte zu verzichten, als auf eine Betreuung der Kinder, sagte Spahn.

Geschlossene Schulen und Kitas hätten auch Folgen für Polizisten oder Angehörige des Gesundheitswesens. Es könne auch fatale Folgen haben, Kinder nun etwa von der Oma betreuen zu lassen, sagte Spahn mit Blick auf das erhöhte Krankheitsrisiko für Ältere. Regionale Schulschließungen wie im besonders betroffenen Kreis Heinsberg seien sinnvoll. "Flächendeckend bin ich sehr zurückhaltend."

bbr/dpa