Coronavirus in Brandenburg Bis zu 2250 Menschen zu häuslicher Quarantäne aufgerufen

Weil Lehrer einer Schule in Brandenburg Kontakt zu einer Coronavirus-Infizierten hatten, ruft ein Landkreis mögliche Betroffene zur häuslichen Quarantäne auf.
Die Schule in Neustadt/Dosse bleibt bis zum 17. März geschlossen

Die Schule in Neustadt/Dosse bleibt bis zum 17. März geschlossen

Foto:

Jörg Carstensen/ dpa

Nach einem Coronavirus-Verdacht an einer Brandenburger Schule sind bis zu 2250 Personen aufgerufen worden, zu Hause zu bleiben. Das gab der Landkreis Ostprignitz-Ruppin bekannt.

Unter anderem hatten Lehrer einer Gesamtschule in Neustadt/Dosse Kontakt mit einer Frau, die positiv auf Covid-19 getestet wurde. Erst fünf Tage danach sei das Gesundheitsamt informiert worden, das die Kontaktpersonen daraufhin aufforderte, "sich in häusliche Isolation zu begeben", wie es in einer Pressemitteilung des Landkreises heißt. Bisher weise jedoch keine der Personen Symptome auf, auch eine bestätigte Folgeinfektion gibt es nicht.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Die Gesamtschule sowie zwei Reitinternate bleiben bis einschließlich 17. März geschlossen, darauf hätten sich die Behörden verständigt, heißt es in der Pressemitteilung. Der Landkreis appellierte darin an die Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen, bis zum 17. März, also dem Ende der Inkubationszeit, zu Hause zu bleiben.

Maximal 2250 Betroffene

Die Schule mit angegliederter Grund- und Förderschule wird von insgesamt 730 Schülerinnen und Schülern aus dem gesamten Bundesgebiet und der Region besucht, ein Teil davon lebt in Internaten in Neustadt/Dosse. Wie der Landkreis weiter mitteilte, gehe man in der Schule von rund 900 möglichen betroffenen aus.

Die Gesamtpersonen in häuslicher Quarantäne ergibt sich aus der Größe der Haushalte der möglichen Betroffenen. Der Landkreis geht demnach von maximal 2250 Personen aus, die sich über mehrere Landkreise Brandenburgs und weiterer Bundesländer verteilen würden.

Anfängliche Meldungen, nach denen sich bis zu 5000 Menschen in häuslicher Quarantäne befänden, wies der Landkreis in einer Pressemitteilung zurück. "Die Herleitung dieser Zahl kann nicht nachvollzogen werden", heißt es darin.

hba/dpa
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.