Corona-Restriktionen Polizei in Manchester löst illegale Party mit etwa 200 Gästen auf

"Dies war ein besonders abscheulicher Bruch der Covid-19-Restriktionen": In Manchester haben Hunderte Menschen auf einer Party gegen Corona-Regeln verstoßen. Die Polizei griff ein.

Die britische Polizei hat in Manchester eine wegen der Coronavirus-Pandemie illegale Hausparty mit etwa 200 Gästen aufgelöst. Um zu dem Fest zu gelangen, sollen etliche Besucher über den Gartenzaun geklettert sein.

Als die Polizei die Feier beenden wollte, sollen die Gäste Gegenstände auf die Einsatzkräfte geworfen haben. Die Party war von einer 27 Jahre alten Frau organisiert worden. "Dies war ein besonders abscheulicher Bruch der Covid-19-Restriktionen", sagte ein Vertreter der Stadt.

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Die Polizei veröffentlichte jetzt im Kurznachrichtendienst Twitter ein mit einer Wärmebildkamera aufgenommenes Video, auf dem das Ausmaß der Party vom Samstagabend zu erkennen ist. Die illegale Feier hat Folgen: Die 27-Jährige darf drei Monate lang keinen Besuch mehr in den Räumlichkeiten empfangen. Bei Verstößen droht ihr dem Richter zufolge eine Gefängnisstrafe. Die Frau musste zudem 100 Pfund Strafe (etwa 111 Euro) zahlen. Sie berichtete lokalen Medien , dass die Party aus dem Ruder gelaufen sei.

Infizierter Urlauber besucht Party - 120 Menschen in Quarantäne

Welche Auswirkungen eine Party solchen Ausmaßes haben kann, zeigt ein Fall aus Deutschland. Nach einem bestätigten Corona-Fall in Bodenwöhr im Landkreis Schwandorf am vergangenen Wochenende mussten 120 Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Kontakte seien im privaten Bereich geschehen, teilte das Landratsamt auf seiner Seite mit. Laut "Mittelbayerischer Zeitung " hatte ein nach einer Italienreise positiv getesteter Mann an einer Geburtstagsparty mit rund hundert Gästen teilgenommen, noch bevor er sein Ergebnis erhalten hatte. Die anderen 20 Menschen seien weitere Kontaktpersonen des Mannes.

Der Mann hatte sich laut der Zeitung bei der Rückkehr am Donnerstag an der Grenze bei Kiefersfelden kostenlos testen lassen und am Sonntag sein Ergebnis erhalten - da hatte er aber schon gefeiert. Seinem Gastgeber hatte er demnach gesagt, ihm sei an der Grenze zugesagt worden, bei einem positiven Ergebnis binnen 24 Stunden informiert zu werden. Weil ein Anruf ausgeblieben sei, habe er an der Feier teilgenommen.

bam/dpa
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