Coronakrise Neues Portal soll bei Wechsel der Stelle im Freiwilligendienst helfen

Wegen der Coronapandemie können viele Freiwilligendienstler ihrer Tätigkeit nicht nachgehen. Betroffene Helfer sollen nun leichter ihren Einsatzort wechseln können - mithilfe eines neuen Portals.
Besonders im Gesundheits- und Pflegebereich ist der Bedarf derzeit groß (Symbolfoto)

Besonders im Gesundheits- und Pflegebereich ist der Bedarf derzeit groß (Symbolfoto)

Foto: Arno Burgi/ picture alliance / dpa

Eine neue Internetplattform soll Menschen im Freiwilligendienst helfen, in der Coronakrise ihre Einsatzstelle zu wechseln. Das Portal "Freiwillige helfen jetzt"  unterstützt die Vermittlung von Kontakten zwischen Wechselwilligen und nach Helfern suchenden Einrichtungen, wie das Bundesfamilienministerium mitteilte.

Hintergrund ist, dass laut Ministerium viele im Freiwilligendienst Tätige derzeit nicht in ihren eigentlichen Einsatzorten arbeiten können, weil diese wegen der Corona-Pandemie ganz oder teilweise geschlossen sind. Gleichzeitig sei anderswo "jede hilfsbereite Hand willkommen", etwa "in kommunalen Bereichen, im öffentlichen Gesundheitswesen, in der Pflege oder bei den großen Lebensmittel-Verteilstellen der Tafeln".

Bedarf im Gesundheits- und Pflegebereich besonders groß

Um den Wechsel zu ermöglichen, erließ das Ministerium den Angaben zufolge eine Ausnahmeregelung. "Unser Land braucht gerade jetzt an vielen Stellen Hilfe und Unterstützung", sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. "Deutschland lebt derzeit langsamer, es arbeitet anders, aber es steht nicht still", so die SPD-Politikerin weiter.

Der Bund und alle Bundesländer bis auf Sachsen und Thüringen erlauben den Freiwilligen vorübergehend, ihren Einsatzort zu wechseln. Rund 25.000 von ihnen arbeiteten bereits im Gesundheits- und Pflegebereich, wo der Bedarf derzeit besonders groß sei, sagte Giffey.

Die neue Plattform richtet sich an Menschen im Bundesfreiwilligendienst, im Freiwilligen Sozialen Jahr und im Freiwilligen Ökologischen Jahr. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes können auch Freiwillige der Programme Kulturweit und Naturweit das Portal nutzen.

bam/AFP
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