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Newsblog zum Coronavirus Icon: Live "Sinnvoll, sich jetzt noch gegen Influenza impfen zu lassen"

Wie geht es den Infizierten? Wie reagiert die Wirtschaft? Wie verhält sich Europa? Die Entwicklungen zur Coronovirus-Krise im Newsblog.
  • 1/29/20 3:59 PM
    Was kann mit Blick auf die Corona-Infektionen derzeit in Deutschland helfen? Der Marburger Virologe Stephan Becker hat eine pragmatische Antwort: "Es ist durchaus sinnvoll, sich jetzt noch gegen Influenza impfen zu lassen“, sagte der Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Marburg zum SPIEGEL. „Dadurch würde es weniger schwere Grippefälle geben, die genauso wie 2019-nCoV-Infizierte im Krankenhaus ein Isolationszimmer brauchen.“
  • 1/29/20 3:02 PM
    In China bleiben 74 H&M-Filialen und drei Läden der H&M-Tochtermarke Monki wegen des Coronavirus bis auf Weiteres geschlossen. Auch Reisen von Mitarbeitern nach China und innerhalb des Landes seien gestoppt worden, teilte eine Sprecherin des schwedischen Modekonzerns mit.

    Man halte sich an Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO und der lokalen Behörden und informiere seine Angestellten laufend über die aktuelle Situation. Die H&M-Gruppe, zu der auch andere Modemarken wie COS oder Monki zählen, hat 520 Geschäfte in China, 455 davon sind H&M-Filialen.
  • 1/29/20 2:27 PM
    Die vier Coronavirus-Patienten in Deutschland befinden sich nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums in klinisch gutem Zustand. "Alle sind nach Angaben von Chefarzt Prof. Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie an der München Klinik Schwabing symptomfrei", teilte ein Sprecher mit.

    Es handele sich um drei Männer und eine Frau. Alle sind Mitarbeiter der Firma Webasto aus Gauting in Oberbayern. Ein 33-Jähriger hatte sich den Erkenntnissen zufolge vergangene Woche bei einer aus China eingereisten Kollegin angesteckt. Die Infektion der drei weiteren Menschen hatte das Ministerium am Dienstagabend bestätigt.

    Am späten Mittwochnachmittag will das Haus über den aktuellen Stand informieren. Testergebnisse zweier weiterer Personen waren am Mittwoch negativ. Weitere Untersuchungen liefen noch.
  • 1/29/20 1:34 PM
    Leere Kinosäle, geschlossene Sehenswürdigkeiten, gestrichene Zugverbindungen, eine ganze Provinz unter Quarantäne: Die drastischen Maßnahmen, die China ergriffen hat, um das tödliche Virus einzudämmen, drohen der ohnehin geschwächten Wirtschaft zu schaden. Das neuartige Virus hat die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zum ungünstigsten Zeitpunkt erwischt, als hunderte Millionen Menschen zum Neujahrsfest ausschwärmten.

    Chinas Wirtschaft wuchs 2019 so langsam wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr - der Handelsstreit mit den USA traf auf eine schon schwache Binnenkonjunktur. Die Zahlen für das letzte Quartal deuteten dann auf eine gewisse Stabilität hin, und das Teilabkommen mit den USA gab Anlass zu Hoffnung.

  • 1/29/20 1:28 PM
    An Bord einer Lufthansa-Maschine hat es einen Corona-Verdachtsfall gegeben. An dem am Mittwochmorgen in Nanjing gelandeten Flug LH780 aus Frankfurt hatte auch ein Mann teilgenommen, der von den chinesischen Behörden als Risikofall eingestuft wurde, bestätigte das Unternehmen in Frankfurt. Der Chinese soll gehustet haben und zwei Wochen zuvor in der Stadt Wuhan gewesen sein, in der das neuartige Coronavirus zuerst bemerkt worden war. Ob er tatsächlich infiziert ist, blieb zunächst unklar. Zuvor hatte die Website "Aerotelegraph" berichtet.

    Die Passagiere, die jeweils drei Reihen vor und hinter dem Mann saßen, seien von den chinesischen Behörden ebenso untersucht worden wie die Crew des Airbus A 340, sagte der Lufthansa-Sprecher. Flugbegleiter und Piloten seien dann umgehend in die nächste Maschine nach Frankfurt umgestiegen. Der Rückflug LH781 sollte am Mittwochabend in Frankfurt landen. Die deutschen Behörden seien über das Vorgehen informiert worden, erklärte die Fluggesellschaft.
  • 1/29/20 1:21 PM
    Erstmals ist in China eine Coronavirus-Infektion bei fünf Ausländern bestätigt worden. Es handelt sich um zwei Australier, einen Pakistani und zwei Hongkonger, wie der Vizechef des Gesundheitsamtes der südchinesischen Provinz Guangdong, Chen Zhusheng, nach Angaben des Nachrichtenportals "Zhongguo Xinwenwang" berichtete. Zwar sind zuvor auch schon mehrere andere Ausländer erkrankt, darunter vier Deutsche. Allerdings wurde bei ihnen die Infektion nicht in China diagnostiziert.

    Die beiden Australier seien von einer Reise in die schwer betroffene Metropole Wuhan in Zentralchina zurückgekommen. Der erkrankte Pakistani sei ein Student, der in Wuhan studiert habe. Sein Zustand sei stabil. Einer der beiden Hongkonger habe lange in Wuhan gearbeitet. Der andere sei in der um Wuhan liegenden Provinz Hubei gewesen und nach der Rückkehr erkrankt. Sein Zustand sei stabil.
  • 1/29/20 1:08 PM
    Der Ausbruch des Virus in Wuhan könnte auch die chinesische Wirtschaft hart treffen. Das Wachstum in dem Land könnte sich auf unter fünf Prozent verlangsamen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Bericht eines Ökonomen der Chinesischen Akademie der Wissenschaften.
  • 1/29/20 1:06 PM
    Fahrt nicht nach China: Auch der Darmstädter Merck-Konzern rät seinen rund 56.000 Mitarbeitern, wegen des Coronavirus im Februar auf Reisen in die Volksrepublik zu verzichten oder diese zu verschieben.

    Merck ist mit seinen Sparten Pharma, Laborausrüstung und Spezialchemie in China vertreten und hat dort rund 4000 Mitarbeiter. Allerdings habe man keinen Produktionsstandort in der stark betroffenen Stadt Wuhan oder der Provinz Hubei. Merck beschäftige dort nur wenige Menschen überwiegend im Vertrieb. Ihnen habe man empfohlen, in den nächsten zwei Wochen zu Hause zu bleiben. (dpa)
  • 1/29/20 1:00 PM
    "Ich bin kein Virus": Unter diesem Schlagwort wehren sich derzeit Tausende Asiaten auf Twitter gegen Anfeindungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus. In französischsprachigen Ländern posten zahlreiche Twitter-Nutzer unter dem Hashtag #JeNeSuisPasUnVirus Kommentare und Fotos und wehren sich damit gegen Ausgrenzung und offenen Rassismus. (AFP)
  • 1/29/20 12:51 PM
    Unser Kollege Georg Fahrion berichtet aus Peking - hier ist das Video.
  • 1/29/20 12:50 PM
  • 1/29/20 12:46 PM

    Ikea schließt 15 Geschäfte in China: Der schwedische Möbelkonzern schließt vorübergehend mehr als ein Dutzend seiner 30 Filialen in China. Dadurch soll eine weitere Ausbreitung des neuen Corona-Virus gebremst werden. Die Angestellten sollen bis auf weiteres zu Hause bleiben, teilte das Unternehmen mit. Die Gehälter würden weitergezahlt. Die Maßnahme sei eine Reaktion auf die Bemühungen der chinesischen Regierung, die Verbreitung des Virus zu kontrollieren. Insgesamt beschäftigt Ikea 14.000 Menschen in dem Land. (Foto: AFP)
  • 1/29/20 11:38 AM
    Das chinesische Frauenfußball-Nationalteam ist nach der Ankunft in Australien zur Olympia-Qualifikation als Vorsichtsmaßnahme offenbar unter Quarantäne gestellt worden. Laut Medienberichten befindet sich die Mannschaft aus diesem Grund in einem Hotel in Brisbane.

    Nach Behördenangaben habe nach der Ankunft niemand aus dem Team Symptome gezeigt. "Falls jemand Symptome entwickeln sollte, bringen wir sie selbstverständlich sofort für Tests in eines unserer Krankenhäuser", zitierte der TV-Sender ABC eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde des Bundesstaates Queensland.

  • 1/29/20 11:30 AM
    Auch Großbritanniens Politik reagiert auf die rätselhafte Lungenkrankheit: Der britische Gesundheitsminister, Matt Hancook, teilte mit, dass alle Reisenden, die aus der chinesischen Stadt Wuhan zurückkehren, für 14 Tage isoliert werden sollen. Hancook sagte auf Twitter, dass die Regierung alles tue, um britische Staatsangehörige aus der Region um Wuhan zurück ins Land zu holen.
  • 1/29/20 11:08 AM
    Die Zahl der Krankheitsfälle durch das neuartige Coronavirus in China ist inzwischen höher als seinerzeit bei der Sars-Epidemie. Laut neuen Zahlen der chinesischen Regierung stieg die Zahl der infizierten Menschen auf mehr als 6000. Die Todesrate sei allerdings geringer.

    Sars steht für "Severe Acute Respiratory Syndrome", also Schweres Akutes Atemwegssyndrom. Der Ausbruch war anfangs vertuscht worden, so dass es Monate dauerte, bis das ganze Ausmaß bekannt wurde. Weltweit erkrankten rund 8000 Menschen, knapp 800 starben.
  • 1/29/20 10:50 AM
    Angesichts der weiteren Ausbreitung des neuen Coronavirus evakuieren Länder wie Japan und die USA ihre Staatsbürger aus China. Derzeit laufen auch Abstimmungen mit chinesischen und hessischen Behörden, um Deutsche auszufliegen. Die Maschine solle dann in Frankfurt landen, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn am Mittwoch im ZDF.

    "Wir müssen vorbereiten, wie hier mit den Passagieren weiter verfahren wird." Es hätten sich etwa 100 Ausreisewillige gemeldet. Menschen mit Krankheitssymptomen würden aber nicht an Bord gelassen. In China stieg die Zahl der Toten unterdessen von 106 auf 132 an. Fluggesellschaften wie British Airways und die indonesische Lion Air wollen ihre Flüge in das Land stoppen.
  • 1/29/20 10:33 AM
    Das Virus könnte auch Auswirkungen auf mehrere Sportereignisse haben: Die Formel 1 beobachtet die Situation in China mit Blick auf das Rennen in Shanghai am 19. April. Die Motorsport-Königsklasse stehe dabei in engem Kontakt mit den chinesischen Veranstaltern und dem Internationalen Automobilverband FIA.

    Der Ski-Weltverband FIS teilte mit, dass die alpinen Rennen im chinesischen Yanqing wegen des Ausbruchs des Coronavirus nicht stattfinden werden. Diese hätten am 15. und 16. Februar ausgetragen werden sollen.

    Auch der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) ist hinsichtlich der im März angesetzten Hallen-WM in Nanjing gewarnt: "Momentan wird auf allen Ebenen alles geprüft. Wir nehmen die Situation sehr ernst, haben aber noch alle Optionen, rechtzeitig entscheiden zu können", sagte DLV- Mediendirektor Peter Schmitt der Deutschen Presse- Agentur.
  • 1/29/20 10:22 AM
    Die Zahl der bestätigten Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus ist mittlerweile auf mehr als 6000 gestiegen. Insgesamt sollen 132 Patienten daran gestorben sein. Während es außerhalb der Volksrepublik etwas mehr als 80 nachgewiesene Infektionen gibt, zählte die Gesundheitskommission in Peking bis Mittwoch rund 5950 Patienten. Es gibt fast 10.000 weitere Verdachtsfälle in China. In Deutschland haben sich vier Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert.
  • 1/29/20 10:02 AM
    Italienische Hoteliers bangen nach der Verbreitung des neuen Coronavirus um den Tourismus aus China. "Wir haben schon viele Stornierungen und Absagen bekommen, vor allem von Gruppen und Pauschalreisenden", sagte der Präsident des Hotelverbandes Federalberghi, Bernabò Bocca. "Wir bereiten uns auf noch schwerere Schäden vor. Und es werden keine kleinen Verluste sein, das können wir schon sagen."

    Für Italien gehört der chinesische Markt zu den wichtigsten im Tourismusbereich. Städte wie Rom oder Venedig sind besonders beliebt. Gruppen aus China bringen vor allem in der Nebensaison um das chinesische Neujahr im Winter viel Geld.

    Erst vor kurzem hatte das Kultur- und Tourismusministerium in Rom eine stärkere Zusammenarbeit mit einem italienisch-chinesischen Kulturjahr und zahlreichen Veranstaltungen angekündigt. Chinesische Touristen gaben 2018 nach Daten des Ministeriums 650 Millionen Euro in Italien aus, rund 5,3 Millionen Chinesen besuchten das Land im gleichen Jahr. Für den Sektor hat Italien ein großes Wachstum vorausgesagt.
  • 1/29/20 9:55 AM
    Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus in China bringt in einigen Ländern auch diskriminierende Töne mit sich. Eine Online-Petition aus Malaysia sammelte bis Mittwoch mehr als 400.000 Unterstützer. Darin wird ein Einreiseverbot für Chinesen gefordert. Das Virus habe sich in der Welt durch eine "unhygienische Lebensweise" verbreitet, heißt es in der Petition mit Blick auf die chinesische Bevölkerung. In Malaysia gibt es laut der Zeitung "Straits Times" sieben bestätigte Fälle.

    In Frankreich, wo es mehrere Fälle gibt, prangerten Menschen asiatischer Herkunft diskriminierendes Verhalten an. Unter dem Hashtag #JeNeSuisPasUnVirus (auf Deutsch: Ich bin kein Virus) berichteten sie in den sozialen Netzwerken von ihren Erfahrungen mit Rassismus im Alltag seit Aufkommen des Virus.

    Hunderttausende von Südkoreanern schlossen sich im Internet wegen der neuartigen Lungenkrankheit einer Petition für das vorläufige Verbot von Besuchern aus China an. Die noch vergleichsweise neutral formulierte Petition wurde in der vergangenen Woche auf die Website des Präsidialamts in Seoul gestellt. Bis zum Mittwoch gab es mehr als 578.000 Zustimmungen. Bisher sind vier Infektionsfälle in Südkorea gemeldet.
  • 1/29/20 9:54 AM

    Wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus in China hat die Universität Hamburg alle Dienstreisen in das Land vorerst gestoppt. Außerdem kündigte die Hochschule an, Tagungen und Konferenzen zu verschieben, an denen Menschen mit Wohnsitz in China teilnehmen sollten. Die Maßnahmen erfolgten "zum Schutz ihrer Angehörigen und Gäste".

    Die Universität wollte sich auch einen Überblick über alle ihre Dozenten und Studenten verschaffen, die sich derzeit in China aufhalten. Diese sollten bei einer "gegebenenfalls erforderlichen Ausreise" unterstützt werden, hieß es. Studenten, die für die kommenden Monate einen Auslandsaufenthalt in dem Land planten, sollten wegen möglicher Folgen für ihr Studium beraten werden.
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