Gesundheitsschutz NRW und Schleswig Holstein verbieten Großveranstaltungen

In Bayern und Bremen galt die Maßnahme bereits, jetzt ziehen zwei weitere Bundesländer nach und untersagen Großveranstaltungen. Der Gesundheitsschutz sei nun wichtiger als der Besuch eines Fußballspiels.
Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen

Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen

Foto:

Federico Gambarini/ dpa

Mehrere Bundesländer verbieten von nun an Veranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern. Das teilte Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, auf einer Pressekonferenz mit. "Wir sagen lieber jetzt einiges ab", sagte Laschet, "damit die Kurve der Infektionen sich möglichst flach entwickelt."

Auch Schleswig-Holstein beschloss, Großveranstaltungen zu untersagen. In Bayern und Bremen gilt die Regelung bereits.

In NRW handele es sich vorerst um eine unbefristete Entscheidung, so Laschet. "Es wird viele treffen", sagte der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende. Auf einen Besuch eines Klubs oder Fußballspiels müsse man nun vorerst verzichten.

Diese Einschränkungen seien notwendig, um das öffentliche Leben grundsätzlich aufrechtzuerhalten, sagte Laschet. Schulen sollten nicht geschlossen werden, auch der öffentliche Nahverkehr solle wie gehabt weiter funktionieren.

In Schleswig-Holstein gilt nun eine ähnliche Vorgabe. Veranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern müssen dort ebenfalls abgesagt werden. "Die Lage ist ernst und alle Beteiligten müssen dazu beitragen, unser Gesundheitssystem auf den zu erwartenden Anstieg von Erkrankungsfällen einzustellen", sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP).

Auch bei kleineren Veranstaltungen sollten sich die Organisatoren fragen, ob sie wirklich notwendig seien - oder abgesagt werden könnten. Die Maßnahme gelte vorerst bis zum 10. April.

lmd/dpa