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"Costa Concordia" Wrack nimmt Kurs auf Genua

Die letzte Reise der "Costa Concordia" hat begonnen. Zweieinhalb Jahre nach der Havarie bewegt sich das Kreuzfahrtschiff wieder. Schlepper haben das Wrack von der Insel Giglio weggezogen und Kurs auf Genua genommen.

Rom - Im Hafen der italienischen Insel Giglio heulten am Morgen Schiffssirenen: So wurde der Start des Abtransports der "Costa Concordia" gefeiert. Einige Zuschauer im Hafen applaudierten, als sich das Kreuzfahrtschiff bewegte. Bereits kurz nach Beginn des Manövers hatte sich die "Costa Concordia" deutlich gedreht und ein Stück von der Insel wegbewegt.

Sie hat nun Giglio verlassen und Kurs auf Genua genommen. Gegen kurz nach elf Uhr wurde das Schiff auf den Weg dorthin gebracht. Als sich der 290-Meter-Riese langsam von der Insel wegbewegte, jubelten die Menschen vor Ort. "Alles hat perfekt funktioniert", sagte Ingenieur Franco Porcellacchia. Das Schiff sei bereits ein gutes Stück von Giglio entfernt.

Die Insel verabschiedete die "Costa Concordia" und Glockengeläut, gedachte aber auch der 32 Todesopfer der Schiffskatastrophe vom Januar 2012. Bereits am Mittag war der langsam fahrende Schleppverband von der Insel aus nur noch am Horizont zu erkennen.

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Kreuzfahrtschiff: Die letzte Reise der "Costa Concordia"

Foto: Alessandro Di Meo/ dpa

Die Reise wird voraussichtlich vier Tage dauern. Gezogen wird die "Costa Concordia" von mehreren großen Schleppern, zehn Schiffe begleiten den Transport auf der gut 350 Kilometer langen Strecke in die ligurische Hafenstadt. Neben der Küstenwache und Umweltschützern sind zahlreiche Spezialschiffe dabei, um bei einem Austritt von Öl oder anderen gefährlichen Flüssigkeiten oder im Notfall schnell reagieren zu können. Überwacht wird der Prozess von Ingenieuren in einem Kontrollraum auf dem Wrack.

Die größte Gefahr für das stark beschädigte Schiff sind starke Winde und hohe Wellen auf dem offenen Meer. Porcellacchia ist dennoch optimistisch. "Wir haben die Sicherheit, auch unter extremen Bedingungen navigieren zu können", sagte er.

Grafik: So läuft die letzte Fahrt der "Costa Concordia" ab

Grafik: So läuft die letzte Fahrt der "Costa Concordia" ab

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Kosten von 1,5 Milliarden Euro

Der Bereich um das Schiff wird währenddessen weiträumig abgesperrt, ebenso der Luftraum. Der Kreuzfahrtriese soll sich mit einer Geschwindigkeit von etwa zwei Knoten (3,7 Kilometer pro Stunde) durch das nördliche Mittelmeer bewegen. Seine Ankunft in Genua, wo das Schiff in den kommenden zwei Jahren verschrottet werden soll, ist für Sonntag vorgesehen. Rund 80 Prozent des Schiffs sollen recycelt werden.

32 Menschen waren bei der Havarie der "Costa Concordia" im Januar 2012 ums Leben gekommen, darunter auch zwölf Deutsche. In den vergangenen gut zweieinhalb Jahren war das Schiff in einer bislang einzigartigen Aktion auf den Abtransport vorbereitet worden. Insgesamt soll die Bergung des Kreuzfahrtriesen etwa 1,5 Milliarden Euro kosten.

Für den Abtransport war das Schiff nach und nach wieder aufgerichtet und in Position gebracht worden. Letzte Woche hatten die Ingenieure es schließlich wieder zum Schwimmen gebracht und um mehrere Meter angehoben. Ungefähr 150.000 Tonnen Wasser traten dabei aus, eine Verschmutzung des Meeres wurde nicht festgestellt. Nach dem geglückten Abtransport soll bald auch die Suche nach dem letzten noch vermissten Opfer der Katastrophe wieder aufgenommen werden.

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"Costa Concordia": So sieht es im Innern des Kreuzfahrtschiffs aus

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wit/dpa
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