Kreuzfahrtschiff von Felsen gelöst Die "Costa Concordia" hebt sich

Die spektakuläre Bergung der "Costa Concordia" geht voran: Rund zwei Stunden nach Beginn des sogenannten Parbuckling-Manövers hat sich das Wrack um etwa einen Meter gehoben. Bereits jetzt liegt es nicht mehr auf den Felsen auf. Verfolgen Sie die Bergung hier im Livestream.


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Giglio - Bei der Bergung des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" sind die Techniker vor der Insel Giglio offenbar einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Ein verrosteter Teil des Rumpfes, der zuvor 20 Monate lang im Salzwasser gelegen hatte, wurde gegen 11 Uhr sichtbar - rund zwei Stunden, nachdem das Manöver zur Aufrichtung begonnen hatte. Der Streifen ist etwa einen Meter breit und auf Bildern gut zu erkennen (einen Livestream der Operation finden Sie hier).

Nach Angaben von Experten vor Ort liegt das Wrack inzwischen auch nicht mehr auf den Felsen auf, in die es sich bei der Havarie zum Teil verkeilt hatte. Man habe mit Unterwasserkameras die Loslösung beobachten können, berichtete Ingenieur Sergio Girotto, der die Arbeiten für die italienische Firma Micoperi überwacht.

Girotto zufolge war auf den Aufnahmen nichts von den Leichen zweier noch vermisster Passagiere der "Costa Concordia" zu sehen. Einige Beobachter hatten es im Vorfeld für möglich gehalten, dass die beiden Opfer während der Aufrichtungsaktion gefunden werden.

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"Costa Concordia": Es geht aufwärts
Der Umweltingenieur Marcello Luschi sagte dem Sender Sky TG24, die schwierigste Phase der Aufrichtung - die Loslösung des Schiffes von den Felsen - sei nun überstanden. Die Drehung dürfte seinen Angaben zufolge nun schneller vorankommen als zu Beginn. Ingenieur Girotto geht von einer Dauer von insgesamt zwölf Stunden aus.

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Bergung der "Costa Concordia": Kolossale Aufgabe
Die Aufrichtung des Schiffes durch ein sogenanntes Parbuckling-Manöver lief in den ersten Stunden nur sehr langsam ab. Mit bloßem Auge war die Bewegung des Wracks nicht zu erkennen. Zurzeit ziehen in 30 Metern Tiefe auf Stahlplattformen installierte Hydraulikzylinder an Drahtseilen, um das Wrack in die Vertikale zu bewegen.

Die "Costa Concordia" war am 13. Januar 2012 mit 4229 Menschen an Bord gekentert. Bei dem Unglück starben 32 Menschen, darunter zwölf Deutsche.

rls/dpa/AFP/AP

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susiwolf 16.09.2013
1. 100.000 Golf VII ...
Beachtliche Leistung: Da werden mehr als 'Einhunderttausend Golf VII wieder aufgerichtet' ... Das entspricht in etwa dem Gesamtgewicht der 'Costa Concordia' Monströs ... das Ganze !
lionel_hutz 16.09.2013
2. Rost?
"Ein verrosteter Teil des Rumfes"? Wo ist da was verrostet? Rosten ist ein Oxidationsvorgang, unter Wasser rostet mangels freier Sauerstoffmoleküle nichts. Wenn hier irgendwas rosten würde, wäre das mal oberhalb der Wasseroberfläche. Was man da sieht, ist ein hübscher Algen-, Dreck- und Glibberfilm in grünlich-braun. Sowas als Rost zu bezeichnen, ist also Qualitätsjournalismus?
spon-1306611133228 16.09.2013
3. Rosten...
...kann es ja wohl auch unter Wasser, oder kommen die Fischer zum Atmen an die Wasseroberfläche? Nein, sie holen sich mittels ihrer Kiemen den im Wasser gelösten Sauerstoff.
ohne Name 16.09.2013
4.
Zitat von lionel_hutz"Ein verrosteter Teil des Rumfes"? Wo ist da was verrostet? Rosten ist ein Oxidationsvorgang, unter Wasser rostet mangels freier Sauerstoffmoleküle nichts. Wenn hier irgendwas rosten würde, wäre das mal oberhalb der Wasseroberfläche. Was man da sieht, ist ein hübscher Algen-, Dreck- und Glibberfilm in grünlich-braun. Sowas als Rost zu bezeichnen, ist also Qualitätsjournalismus?
Metalle können auch unter Wasser rosten. Also kann man Ihre Frage mit ja beantworten: Ja, das ist Qualitätsjournalismus.
paoloDeG 16.09.2013
5. Bergung der
Man hätte Beckenteile für Schiffe in mehreren Fabriken an der Küste bauen können und sie auf dem Meer bis zu Costa Concordia schleppen! Vor Ort bei der Insel von Giglio hätte man die Beckenteile zusammensetzen können um ein Becken nach Maß um Costa Concordia hinein bekommen und sie in einem Ort bringen, wo man in diesem Becken selbst die Aushebungs- oder Instandsetzungsarbeiten hätte machen können! Das alles hätte nur ein Viertel gekostet und es wäre in drei oder vier Monaten gemacht gewesen! Wie ich in meinem Kommentar am 19/01/2012 in 12:22 in Corriere.it geschrieben hatte! Das Schiff ist inzwischen zu geschwächt !
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