"Costa Concordia"-Wrack Taucher finden Leiche eines Vermissten

Im Wrack der verunglückten "Costa Concordia" haben Taucher offenbar die Leiche eines der beiden noch vermissten Opfer des Schiffsunglücks gefunden. Berichten zufolge handelt es sich um ein indisches Crew-Mitglied.

Wrack der "Costa Concordia": Leiche gefunden
AP/dpa

Wrack der "Costa Concordia": Leiche gefunden


Giglio - Bergungskräfte haben im Wrack des havarierten Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" eine Leiche gefunden. Offenbar handelt es sich um eines der beiden noch vermissten Opfer: Die Nachrichtenagenturen Ansa und AP berichten übereinstimmend, dass es sich um die sterblichen Überreste eines indischen Kellners handelt. Ein DNA-Test soll die Vermutung bestätigen.

Demnach entdeckten die Taucher die Leiche im Innern des Wracks in Höhe der Brücke drei. Sie konnte jedoch zunächst nicht geborgen werden. Die Bergungskräfte suchen nun noch nach der Leiche einer Italienerin, dem letzten vermissten Opfer.

Nach dem Aufrichten des Luxusdampfers vor rund drei Wochen hatten Experten erneut mit der Suche nach den Opfern begonnen. Kurz darauf hatten Taucher im Schiffsinnern menschliche Überreste und Knochen gefunden.

Die "Costa Concordia" war im Januar 2012 zu nah an die Insel Giglio herangefahren, auf einen Felsen gestoßen und teilweise gekentert. 32 der mehr als 4200 Passagiere an Bord kamen ums Leben.

Der "Costa Concordia"-Kapitän, Francesco Schettino, muss sich derweil wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung vor Gericht für das Unglück verantworten. Er wurde von einem Zeugen zuletzt schwer belastet. Sein erster Deckoffizier sagte aus, Schettino selbst habe im Januar den fatalen Kurswechsel angeordnet.

gam/dpa/AP

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