Mehrlingsgeburt Einer der Sechslinge in Costa Rica gestorben

Eine Frau in Costa Rica hat Sechslinge zur Welt gebracht. Eines der Babys wurde jedoch nur wenige Tage alt. Der kleine Junge starb vermutlich an Lungenproblemen.


Ein Baby hat es nicht geschafft: Wenige Tage nach der ersten Sechslingsgeburt in Costa Rica ist eines der Kinder gestorben. Todesursache bei dem Jungen seien vermutlich Lungenprobleme und Durchblutungsstörungen gewesen, sagte der Arzt Roberto Araya. Seit Dienstag war das Frühchen seinen Angaben zufolge künstlich beatmet worden.

Am Sonntag hatte eine 34-jährige Frau die Sechslinge zur Welt gebracht. Zunächst zeigten sich die Ärzte optimistisch, dass die zwei Mädchen und vier Jungen überleben würden. Sie hatten die Babys in der 28. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt geholt. Dem Krankenhaus zufolge wogen die Kinder nach der Geburt zwischen 900 und 1100 Gramm.

Sechslingsgeburten sind äußerst selten und mit Gefahren für Mutter und Kinder verbunden. Für die Föten sind eine mögliche Unterversorgung und die verkürzte Schwangerschaftsdauer die entscheidenden Probleme, wie Experten der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe erläutern.

Die Folgen einer Frühgeburt sind Unreife und Untergewicht. Die Babys müssen meist auf der Intensivstation behandelt und über eine Nasensonde ernährt werden. Weil sie ihre eigene Körpertemperatur kaum halten können, sind sie aufgrund des unreifen Immunsystems sehr anfällig für Infektionen.

wit/dpa



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