Costa Rica DHL-Frachtflugzeug bricht bei Landung in zwei Teile

Hydraulikprobleme zwangen die Crew zu einer Notlandung: In Costa Rica ist eine Boeing 757 im Dienst von DHL verunglückt. Dabei brach der Jet nahe dem Heck auseinander.
Zerstörtes Flugzeug in Costa Rica

Zerstörtes Flugzeug in Costa Rica

Foto: Jeffrey Arguedas / EPA

Nach einer Notlandung am internationalen Flughafen von Costa Ricas Hauptstadt ist ein Frachtflugzeug entzweigebrochen. Die Maschine des Paketdienstes DHL vom Typ Boeing 757 hatte Hydraulikprobleme, wie Costa Ricas Feuerwehrchef, Héctor Chaves, am Donnerstag in einer Videobotschaft von vor Ort auf dem Flughafen Juan Santamaría in San José mitteilte. Beide Menschen an Bord, der Pilot und der Co-Pilot, blieben demnach unverletzt.

Auf Videos war zu sehen, wie das Flugzeug nach der Landung zunächst auf der Landebahn rollte, dann eine Rechtskurve machte, Staub aufwirbelte und in einer Vertiefung neben der Bahn mit einem Bruch nahe dem Heck zum Stehen kam. Die Feuerwehr setzte Schaum ein, um einen Brand zu verhindern.

Feuerwehreinsatz kurz nach der Notlandung

Feuerwehreinsatz kurz nach der Notlandung

Foto: Mayela Lopez / REUTERS

Nach einem Bericht der Zeitung »La Nación« war der Flieger vom selben Flughafen in Richtung Guatemala-Stadt gestartet, hatte aber umkehren müssen. Demnach hatte der Pilot in der Luft einen Notfall gemeldet. Am Flughafen war der Betrieb für mehrere Stunden unterbrochen.

Vorfall beim Anflug auf Paris

Erst vor zwei Tagen war eine andere Boeing-Maschine in Paris in Schwierigkeiten geraten. Die französische Zivilluftfahrtbehörde ermittelt wegen eines schweren Zwischenfalls beim Landeanflug einer Boeing 777, bei dem die Piloten am Dienstag die Kontrolle über das Flugzeug verloren haben sollen.

Wegen der Instabilität der Steuerung, Kursschwankungen und Problemen bei der Instrumentenbedienung im Endanflug sei eine Sicherheitsuntersuchung eingeleitet worden, teilt die Behörde in Paris mit. Der Flugschreiber der Maschine sowie die Stimmaufzeichnung der Besatzung würden ausgewertet.

Die aus New York kommende Air-France-Maschine hatte am Vortag die bereits eingeleitete Landung am Pariser Flughafen Charles de Gaulle abgebrochen, war durchgestartet und dann nach einem zweiten Anflug sicher gelandet. Wie die Zeitung »Le Parisien« berichtet, befand sich das Flugzeug in einer Höhe von rund 370 Metern, als die Piloten sich zum Durchstarten entschieden.

jok/dpa