Auf Grund gelaufen Gefahrguttanker vor Cuxhaven ist wieder frei

Die Experten hatten das Mittagshochwasser abgewartet, um den Tanker wieder ins Fahrwasser zu ziehen. Bislang wurden keine Schäden an dem Schiff gefunden.

Schlepper neben der "Oriental Nadeshiko"
DPA

Schlepper neben der "Oriental Nadeshiko"


Der in der Elbmündung bei Cuxhaven auf Grund gelaufene Chemikalientanker ist wieder frei. Wie geplant hatten die Experten des Havariekommandos das Mittagshochwasser abgewartet, dann schleppten mehrere Schlepper das unter der Flagge Panamas fahrende Schiff "Oriental Nadeshiko" zurück ins Fahrwasser.

Vier Schlepper sicherten den Tanker, während zwei den Bergungsversuch vorbereiteten. Kontrolliert wurde die Lage des Tankers von einem Peilschiff. Nach Angaben des Havariekommandos wurden an dem Schiff mit 9000 Tonnen Gefahrgut bislang keine Schäden gemeldet. Auch die Besatzung ist demnach wohlauf.

Das 124 Meter lange Schiff habe Ladung der Gefahrgutklasse 3 an Bord, teilte eine Sprecherin des Havariekommandos mit. Zu dieser Gefahrgutklasse gehörten flüssige entzündliche Stoffe. So seien unter anderem 7500 Tonnen Ethylendichlorid geladen, das unter anderem als sogenanntes Antiklopfmittel für Brennstoffe verwendet werde. Auch das als Hydraulik- und Lösungsmittel genutzte Propylenglykol soll geladen worden sein.

Bei einem Routineflug eines Ölüberwachungsflugzeugs ist der Sprecherin zufolge kein Schadstoffaustritt festgestellt worden.

Der Tanker war etwa zehn Kilometer östlich von Cuxhaven in der Elbmündung auf Grund gelaufen; dort verläuft das Fahrwasser für die Schifffahrt direkt neben dem Medemsand, der bei Niedrigwasser trockenfällt. Die Unfallursache ist nach wie vor unklar. Der Tanker soll jetzt nach Cuxhaven gebracht werden, teilte am Mittag das Havariekommando mit.

cto/dpa



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