Wintereinbruch in Dänemark Schneesturm – Menschen übernachten in Ikea-Filiale

In Dänemark mussten sechs Kunden und 25 Angestellte bei Ikea schlafen. Ein Schneesturm hatte sie überrascht. Wie war ihre Nacht?
Neuschnee in Aalborg

Neuschnee in Aalborg

Foto: Henning Bagger / Ritzau Scanpix / IMAGO

Sie saßen abends mit Bier, Kaffee und Zimtschnecken zusammen und schauten Fußball: In der dänischen Region Nordjütland um die Großstadt Aalborg mussten 25 Angestellte und sechs Kunden von Ikea die Nacht auf Betten und Sofas des Möbelgeschäfts verbringen, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunksender DR berichtete.

Ein Schneesturm hatte sie daran gehindert, nach Hause zu fahren. Kundin Michelle Barret sagte: »Alle waren einfach so süß, und wir haben eigentlich nur über die Situation gelacht, weil wir das wohl nicht noch einmal erleben werden.«

Dichtes Schneetreiben erfasste in der Nacht zum Donnerstag weite Teile Dänemarks. Sowohl in der Hauptstadt Kopenhagen als auch in weiteren Landesteilen schneite es teils heftig. Vielerorts kam es zu Verkehrsproblemen, Züge fielen aus und auch die Stromversorgung.

Auch auf dem Flughafen Aalborg mussten rund 300 Flugreisende wegen des Schneesturms über Nacht ausharren.

Andernorts im Land kam es ebenfalls zu Problemen: Auf der Storebæltbrücke zwischen den Inseln Fünen und Seeland riss in der Nacht im Zuge des Sturms die Plane eines mit Paketen beladenen Lastwagens auf, wie Bilder des Senders TV2 zeigten. »Der Sattelauflieger hing über dem Wasser. Ich glaube deshalb tatsächlich, dass einige Weihnachtsgeschenke im Wasser gelandet sind«, sagte ein Polizeisprecher dem Sender. Verletzte gab es nicht.

kha/dpa
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