Storebælt-Brücke Zugunglück in Dänemark - Zahl der Toten steigt auf acht

Nach dem Zugunglück in Dänemark ist die Zahl der Todesopfer gestiegen. Acht Menschen seien bei dem Unfall auf der Storebælt-Brücke gestorben, teilte die Polizei mit. Ihre Identifizierung dauert an.

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Zwei weitere Menschen sind bei dem Zugunglück auf der Brücke über den Großen Belt (Storebælt) in Dänemark ums Leben gekommen. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf acht, sagte ein Polizeisprecher in Odense.

Unter den Toten seien fünf Frauen und drei Männer, aber keine Kinder. Ob es sich bei den beiden weiteren Toten um Menschen handelt, die zuvor zu den Verletzten gezählt worden waren, ließ die Polizei offen. Ermittler arbeiten an der Identifizierung der Toten.

Zum Ursache des Unfalls machte der Sprecher keine neuen Angaben. Das Zugunglück hatte sich am Mittwochmorgen auf der Storebælt-Brücke ereignet. Die Polizei hatte zunächst von sechs Toten und 16 Verletzten gesprochen. Bereits damit hatte es sich um das schwerste Zugunglück auf dänischen Gleisen seit 1988 gehandelt.

Stunden nach dem Unfall hatten Ermittler eine erste Theorie genannt, wie es zu dem Vorfall gekommen sein könnte. "Auf einem der Güterwaggons befand sich ein leerer Lastwagenanhänger, der herunterfiel", sagt Bo Haaning von der Havariekommission dem Dänischen Rundfunk. "Entweder hat er den Zug getroffen, oder der Zug ist hineingefahren."

Er könne jedoch nicht sagen, ob der Zug auch von anderen Gegenständen getroffen worden sei. Eine Aufarbeitung der Unglücksursache könne noch Wochen, möglicherweise auch Monate dauern.

Zum Unglückszeitpunkt hatte es heftig über Teilen Skandinaviens gestürmt, auch über dem Großen Belt. Auf der 18 Kilometer langen Brücke war der Schnellzug am Morgen verunglückt, als ihn ein Güterzug der Bahn-Tochter DB Cargo passierte.

Nach dem Unglück müssen 40 Autofahrer Bußgelder zahlen, weil sie mit ihren Mobiltelefonen Bilder vom Unfallort auf der Brücke gemacht haben. "Das geht absolut nicht in Ordnung. Zeigen Sie jetzt Respekt für die Betroffenen - und halten Sie im Übrigen die Straßenverkehrsordnung ein!!!", schrieb die Polizei von Fünen auf Twitter.

Video: Mehrere Tote nach Zugunglück im Sturm

DPA/ Ritzau Scanpix

sen/Reuters/dpa



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