Demokratische Republik Kongo Viele Menschen sterben bei Flugzeugabsturz

In der Demokratischen Republik Kongo ist ein Flugzeug mit 21 Menschen an Bord abgestürzt. Hilfskräfte konnten zwei Passagiere lebend retten. Unter den Toten ist auch der Besitzer der Fluglinie.


Kinshasa - Im Westen der Demokratischen Republik Kongo sind bei einem Flugzeugabsturz 19 Menschen ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben verunglückte die aus der Hauptstadt Kinshasa kommende Passagiermaschine am Mittwoch bei der Landung auf den Flughafen der Stadt Bandundu. Zwei der insgesamt 21 Bordinsassen hätten das Unglück überlebt.

Nach einem gescheiterten Landeversuch sei das Flugzeug der kongolesischen Fluggesellschaft Filair auf eine Hütte am Stadtrand gestürzt, sagte der Vize-Gouverneur der Provinz Bandundu. Die Bewohner hätten rechtzeitig fliehen können. Als erste seien Soldaten der Uno-Friedensmission im Kongo am Unglücksort gewesen, hätten aber 19 der Insassen nur noch tot bergen können.

Bei dem Absturz kam den Angaben zufolge auch der aus Belgien stammende Besitzer von Filair ums Leben. Der 62-Jährige habe die Unglücksmaschine, ein zweimotoriges Flugzeug tschechischer Bauart, selbst geflogen.

Wegen alter Maschinen, schlechter Wartung und mangelnden Sicherheitskontrollen kommt es im Kongo immer wieder zu Flugzeugunglücken. Alle rund 50 kongolesischen Fluggesellschaften stehen auf der schwarzen Liste der Europäischen Union und dürfen nicht im europäischen Luftraum fliegen.

kng/AFP



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