"Der Goldene Handschuh" – Erster Trailer zeigt, wie krass die Buchverfilmung wird

Und wir haben einige Fragen

Dieser Beitrag wurde am 15.01.2019 auf bento.de veröffentlicht.

Zigaretten, Bier und zwielichtige Gestalten. Ungefähr so stellt sich Heinz Strunk die Kneipe "Zum Goldenen Handschuh" in seinem gleichnamigen Buch vor. Nun ist der erste Trailer der Verfilmung von Regisseur Fatih Akin veröffentlich worden, der einiges über den Film verrät. 

Worum ging es da nochmal?

Strunk zeichnet in seinem Roman die Geschichte des zurückgebliebenen und alkoholabhängigen Fritz Honka nach, der in den 1970er Jahren vier mittellose Frauen auf teilweise grausame Art und Weise umbrachte und ihre Leichen in seiner Wohnung versteckte. Für Honka war der "Handschuh", wie für viele andere Abgehängte und Gestrandete ein zentraler Anlaufpunkt im Hamburger Nachtleben. Hier lernte er auch seine späteren Opfer kennen.

Strunks Roman erhielt mehrere Literaturpreise. Nun wird das Erfolgsbuch verfilmt.

Hier kannst du den Trailer in voller Länge sehen:

Fest steht also: "Der Goldene Handschuh" kommt am 21. Februar 2019 in die Kinos. 

Diese Fragen stellen wir uns jetzt:

1. Wie sehr ist der Film am Buch orientiert?

Offenbar sehr. Den Frisuren der Protagonisten und der Umgebung zu urteilen, spielt der Film, wie das Buch in den frühen 1970er Jahren. 

Die Szenen, die im "Handschuh" spielen sind in der originalen Kneipe an der Hamburger Reeperbahn aufgenommen worden. Auch die Darsteller sehen Strunks Beschreibungen aus dem Buch sehr ähnlich.

2.  Wieso gibt es im Trailer einen atmosphärischen Bruch?

Auch dies ist offenbar an das Buch angelehnt. Auch Strunk beschreibt in den ersten Kapiteln zunächst den Trinker-Alltag des Alkoholikers Honka, der zwar in vielen Fällen etwas ekelig, aber durchaus fröhlich dargestellt wird.

3. Zeigt der Film die komplette Geschichte von Fritz Honka?

In dem Zusammenschnitt sind mehrere Szenen aus dem Buch zu erkennen, die darauf schließen lassen, dass auch Akin Honkas Lebensabschnitt darstellt, bei dem die Frauenmorde das zentrale Element sind. Allerdings sieht man in zwei Szenen ebenfalls, dass auch Honkas Leben abseits der Kneipe dargestellt wird, etwa in seinem Job als Nachtwächter. 

Fatih Akin orientiert sich in seiner Verfilmung sehr am Roman von Heinz Strunk. Sowohl die Zeit, als auch die Protagonisten und die Story wirken auf den ersten Blick sehr ähnlich. An welcher Stelle der Film endet, ob vor oder nach der Verhaftung von Honka, lässt der Trailer offen.

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