Der harte Job der Geschworenen Schuldig oder nicht schuldig?

Ist Michael Jackson ein Pädophiler oder ein Menschenfreund, der Opfer geldgieriger Halunken wurde? Im Prozess folgten Widersprüche auf Lügen auf Falschaussagen. SPIEGEL ONLINE hat die wichtigsten Aussagen zusammengestellt, über die nun die Geschworenen beraten.
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Pädophiler Serientäter oder naives Opfer? Die Geschworenen im Missbrauchsprozess gegen Michael Jackson stehen vor schwierigen Entscheidungen. Sollten sie den Sänger für schuldig befinden, drohen ihm bis zu 20 Jahre Gefängnis. Möglich wäre auch ein Freispruch, sollten die Aussagen des mutmaßlichen Opfers die Jury nicht überzeugt haben.

Justizexperten hatten der Anklage nach Abschluss der Zeugenaussagen ein "schwaches Finale einer von Problemen gekennzeichneten Beweisführung" bescheinigt. Fraglich ist aber, ob die Strategie der Verteidigung um Anwalt Thomas Mesereau aufgeht. Der Anwalt hatte zeigen wollen, dass die Familie des Klägers die Vorwürfe erfunden habe, um an Geld zu kommen.

Acht Frauen und vier Männer entscheiden nun über Jacksons Schicksal. In dem von Weißen dominierten Gremium sitzen neben einer Asiatin drei Geschworene hispanischer Abstammung, aber keine Afroamerikaner. Experten werten dies als Nachteil für Jackson. Die Entscheidung dürfte nicht leicht fallen, zu widersprüchlich waren die Aussagen vor Gericht. Die Geschworenen müssen sich einstimmig entscheiden: schuldig oder nicht schuldig? Machen Sie sich selbst ein Bild - im Folgenden dokumentiert SPIEGEL ONLINE die Aussagen der wichtigsten Zeugen vor Gericht.

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