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Feuer in der Silvesternacht Alle Tiere im Affenhaus des Krefelder Zoos tot

Es hat kein einziges Tier überlebt: Ein Feuer hat das Affenhaus des Krefelder Zoos zerstört. Über die Ursache des Feuers herrscht noch völlige Unklarheit.

Bei einem Feuer im Affenhaus des Krefelder Zoos sind alle Tiere ums Leben gekommen. "Unsere schlimmsten Befürchtungen sind Realität geworden", schrieb der Zoo am Mittwoch im Onlinedienst Facebook. Es gebe keine überlebenden Tiere. Der Zoo schrieb von einer "unfassbaren Tragödie" und fügte hinzu, die Mitarbeiter stünden unter Schock. Das Menschenaffenhaus sei bis auf das Grundgerüst niedergebrannt. Lediglich das offene Gehege der Gorillas direkt daneben, in dem sieben Tiere leben, sei verschont geblieben.

Anwohner hatten um 0.38 Uhr den Notruf gewählt, teilte die Feuerwehr mit, die Einsatzkräfte seien wenige Minuten später vor Ort gewesen. Da habe das Affenhaus bereits in Vollbrand gestanden.

Über die Ursache des Feuers herrscht noch völlige Unklarheit. Nach Informationen des WDR, der sich auf die Leitstelle der Feuerwehr beruft, könnten Feuerwerkskörper den Brand ausgelöst haben . Die Stadt Krefeld und der Zoo wollen am Mittwoch gegen Mittag eine Pressekonferenz zu dem Brand abhalten.

Feuerwehrleute nach den Löscharbeiten vor dem zerstörten Affenhaus

Feuerwehrleute nach den Löscharbeiten vor dem zerstörten Affenhaus

Foto: David Young/dpa

Die Polizei bekundete via Facebook und Twitter ihre Bestürzung: "Bei aller Professionalität sind aber auch wir emotional betroffen bei so viel Leid für die Tiere. Unsere Gedanken sind auch bei den Verantwortlichen und Mitarbeitern des Zoos. Wir helfen so gut wie möglich." Per Twitter rief die Polizei Augenzeugen auf, sich zu melden. Die Kripo habe die Ermittlungen übernommen.

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Das Affenhaus des Zoos wurde 1975 eröffnet, auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern waren Orang-Utans, Schimpansen, Krallenaffen, Gorillas und Flughunde untergebracht, außerdem verschiedene Vogelarten.

Wie der Zoo umgehend mitteilte, bleiben die Türen am Neujahrstag geschlossen. Die Leitung bedankte sich gleichzeitig für zahlreiche Hilfsangebote aus der Bevölkerung. "Bitte habt Verständnis, dass wir noch unter Schock stehen und nicht genau sagen können, ob und wo wir Hilfe brauchen", schrieben die Verantwortlichen.

oka/AFP