Bahnverkehr behindert Sturm zieht über den Westen und Norden

Bäume auf Bahngleisen, die Helgoland-Fähre demoliert: Sturm und kräftiger Regen haben in NRW und in Norddeutschland für etliche Schäden gesorgt. Auch das Wochenende wird ungemütlich.

Riesige Pfützen nach einem Gewitter in Duisburg
Roland Weihrauch/dpa

Riesige Pfützen nach einem Gewitter in Duisburg


Regen und Sturm haben Norddeutschland einen ungemütlichen Start ins Wochenende bereitet. In Hamburg musste am Freitag die Feuerwehr etwa 20 Mal wetterbedingt ausrücken, wie ein Sprecher mitteilte. In erster Linie ging es bei den Einsätzen um umgefallene Bäume oder Äste. Zwischen Hamburg und Pinneberg war außerdem der S-Bahnverkehr zeitweise unterbrochen, weil ein Baum auf die Gleise gefallen war.

Nach einem wetterbedingten Vorfall fiel die Rückfahrt des "Halunder Jets" von Helgoland nach Hamburg aus. Der Katamaran wurde wegen des Sturms an die Kaimauer gedrückt, der Schaden wird noch untersucht, bestätigte eine Sprecherin. Die Fahrgäste wurden mit der "MS Helgoland" zurück nach Cuxhaven befördert. Für Samstag wurde die Fahrt mit dem "Halunder Jet" abgesagt.

In Schleswig-Holstein meldeten die Regionalleitstellen etwa 40 Einsätze aufgrund von Sturm und Regen. Durch Bäume im Gleisbett kam es im Zugverkehr zwischen Hamburg und Büchen zu Unterbrechungen, wie die Deutsche Bahn auf Twitter mitteilte.

Zwischen Berlin und Hamburg müssen sich Reisende am Freitagabend im Fernverkehr auf rund 90 Minuten Verzögerung einstellen. Wegen Bäumen im Gleis müsse der Zugverkehr derzeit umgeleitet werden, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Abend. Zunächst war offen, wie lange es zu den Verspätungen kommt. Nach ersten Erkenntnissen waren die Bäume wegen Windböen auf die Strecke gestürzt.

Feuerwehr beim Einsatz in Düsseldorf
David Young/dpa

Feuerwehr beim Einsatz in Düsseldorf

Auch in Nordrhein-Westfalen hinterließ ein kurzer und heftiger Gewittersturm seine Spuren. In Düsseldorf und Essen wurden Bäume umgeknickt, besonders schlimm traf es Bochum, wo mehrere Straßen wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden mussten.

Geringe Chancen auf goldene Oktobertage

Das Tief "Thilo" prägt an diesem Wochenende weiterhin das Wetter in Deutschland. Mit Temperaturen, die teils auf 15 bis 20 Grad steigen können, ist es bis einschließlich Sonntag zwar für die Jahreszeit eher mild. Hohe Luftfeuchtigkeit und viele Wolken am Himmel lassen aber Regen und sogar das eine oder andere Gewitter erwarten, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag mitteilte. An der Nordsee muss bis Samstagmorgen sogar noch mit Sturmböen gerechnet werden. Lediglich im Südosten Deutschlands sind die Chancen nicht schlecht, die Sonne zu Gesicht zu bekommen.

In einem breiten Gebietsstreifen von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland bis zur Ostsee muss am Sonntag dagegen mit Bewölkung und teils länger anhaltendem Regen gerechnet werden. Auf den Alpengipfeln sind auch schwere Sturmböen oder orkanartige Böen möglich.

oka/dpa



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