Wetter Es regnet, aber nicht genug

Zehn Liter pro Quadratmeter sind zu wenig: Meteorologen erwarten in den nächsten Tagen Regen - dennoch dürften die Böden zu trocken bleiben. Die Waldbrandgefahr ist in Teilen Deutschlands hoch.

Ein Traktor wirbelt bei der Feldarbeit im mecklenburg-vorpommerischen Jürgenshagen Staub auf.
Jens Büttner/ DPA

Ein Traktor wirbelt bei der Feldarbeit im mecklenburg-vorpommerischen Jürgenshagen Staub auf.


Eine Kaltfront bringt bis zum Wochenende kühlere Temperaturen nach Deutschland, doch der dringend benötigte ausgiebige Regen ist nach Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nicht in Sicht. "Es wird zwar feuchter, doch die erwarteten Mengen zwischen fünf und zehn Liter pro Quadratmeter reichen nicht aus, um die Trockenheit wett zu machen", sagte DWD-Meteorologin Jacqueline Kernn. Eine nachhaltige Besserung erwarte sie für die kommende Woche nicht.

Die Lage in vielen Teilen des Landes ist schon jetzt besorgniserregend, obwohl der Sommer noch gar nicht begonnen hat: In mehreren Bundesländern ist die Waldbrandgefahr hoch. Im hessischen Seulingswald löschten 400 Feuerwehrleute einen Waldbrand. Er war wohl durch einen Blitzeinschlag ausgelöst worden. Betroffen sei ein etwa sieben Hektar großes Waldgebiet in der Nähe der Autobahn 4, sagte ein Polizeisprecher.

In vielen Regionen Deutschlands sind die Böden derzeit zudem viel trockener als im Durchschnitt. DWD-Berechnungen zufolge lagen die Bodenfeuchtewerte im April dieses Jahres sogar noch einmal deutlich unter denen von 2018.

Schauer und Gewitter

Für den Freitag prognostiziert der DWD Schauer und Gewitter. Ein Wolkenband zwischen Nordsee und Hochrhein zieht allmählich Richtung Osten - und bringt Sturmböen und Starkregen mit. Dazu wird es laut Prognose höchstens 14 bis 18 Grad warm, bei Sonnenschein im Osten sind es zuvor noch 22 bis 27 Grad. Im Südwesten rechnet der DWD bei längerem Regen nur noch mit 9 bis 14 Grad. In den Alpen sinkt die Schneefallgrenze auf 1200 Meter.

Am Wochenende wird das Wetter laut DWD wechselhaft. Immer wieder gehen Schauer nieder, vor allem in der Mitte und im Westen Deutschlands. Dort kann es zudem blitzen und donnern, außerdem muss mit stürmischen Böen gerechnet werden. Die Höchstwerte bei den Temperaturen liegen am Samstag zwischen 12 und 19 Grad.

Ein ähnliches Bild zeigt sich am Sonntag, nur im Norden kann es länger aufklaren. Mit 11 bis 17 Grad wird es nochmals etwas kühler. Nachts sinken die Temperaturen auf bis zu drei Grad ab, bei klarem Himmel kann es sogar noch kälter werden.

jpz/dpa

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