Meteorologen warnen vor weiteren Unwettern Es wird regnen, regnen, regnen

Gewitter, Starkregen, Hagel: Der deutsche Wetterdienst rechnet am Samstag wieder mit Unwetter – und lokal mit bis zu 50 Liter Wasser pro Quadratmeter. Nur im Südwesten sieht die Lage weniger dramatisch aus.
Ein Mann und eine Frau stehen mit Plastikregenschutz vor dem Brandenburger Tor

Ein Mann und eine Frau stehen mit Plastikregenschutz vor dem Brandenburger Tor

Foto: Christoph Soeder / dpa

Der Himmel bleibt in vielen Teilen Deutschlands grau: Auch am Samstag ist wieder mit Unwettern zu rechnen. Vor allem im Osten, Süden und in der östlichen Mitte werden Gewitter und Regenfälle erwartet. Nach wie vor könne es Starkregen geben, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.

Lokal könnten um die 50 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit fallen, sagte DWD-Meteorologe Marcel Schmid. Das sei etwa halb so viel Regen, wie im gesamten August gefallen sei.

Im Laufe des Wochenendes soll sich dann von Nordwesten her kühlere und trockenere Luft durchsetzen und die schwülwarmen Luftmassen vertreiben.

Für Sonntag werden für den Süden erneut einzelne Schauer und Gewitter vorausgesagt, teils auch mit Starkregen. Im Nordosten kann es anfangs noch schauerartigen Regen geben. Ansonsten zeigt sich der Himmel aufgelockert bewölkt, vor allem im Südwesten bleibt es laut DWD auch länger sonnig und trocken. Die Höchstwerte liegen bei 20 bis 28 Grad.

Schon am Freitag waren Unwetter mit Hagel und Starkregen über Teile Deutschlands hinweggezogen. In Mittelfranken und in der Oberpfalz standen Hunderte Keller und mehrere Straßen unter Wasser. Die Integrierte Leitstelle in Nürnberg meldete am Freitagabend rund 470 Einsätze von Feuerwehren und Technischem Hilfswerk in Nürnberg, Fürth und den Landkreisen Fürth und Erlangen-Höchstadt. Verletzte habe es nicht gegeben.

In Berlin sagten die Punkband Die Ärzte und Rapper Marteria jeweils für den Freitagabend geplante Konzerte ab, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender beendeten das Bürgerfest für ehrenamtlich Engagierte sicherheitshalber vorzeitig.

In Pinneberg in Schleswig-Holstein waren am Freitagvormittag zahlreiche Straßen, Keller und Tiefgaragen voller Wasser gelaufen. Betroffen waren nach Feuerwehrangaben 130 Keller und Straßenzüge. Im baden-württembergischen Weingarten ging nach einem Blitzeinschlag in der Nacht zu Samstag eine 3000 Quadratmeter große Lagerhalle in Flammen auf, verletzt wurde niemand.

kha/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.