Dianas letzter Lover Flirt mit der Prinzessin, Sex mit dem Dessous-Model

Kaum ein Stück schmutzige Wäsche, das bei der Anhörung zum Tod Prinzessin Dianas noch an die Öffentlichkeit gezerrt worden wäre. Nun wurde der Jury ein Tonband zu Gehör gebracht, das ein fatales Licht auf Dianas Liebhaber Dodi Al-Fayed wirft.


London - Die gerichtliche Untersuchung des tödlichen Autounfalls in Paris, bei dem 1997 Prinzessin Diana und ihr Liebhaber Dodi Al-Fayed starben, kam auf Initiative von Dodis Vater Mohamed zustande. Dem Unternehmer, Besitzer des Luxuskaufhauses Harrods, dürfte jedoch kaum gefallen, was bei der Anhörung nun über seinen Sohn enthüllt wurde.

Kelly Fisher, die angebliche Verlobte Dodi Al-Fayeds: "Natürlich bin ich hysterisch"
REUTERS

Kelly Fisher, die angebliche Verlobte Dodi Al-Fayeds: "Natürlich bin ich hysterisch"

Das frühere Unterwäsche-Model Kelly Fisher war laut eigener Aussage im Sommer 1997 mit Dodi Al-Fayed verlobt - just zu der Zeit also, als Al-Fayed die geschiedene Diana umwarb - mit Einladungen auf seine Luxusyacht, teurem Schmuck und Spontantrips nach Paris.

Unter Diana-Biografen gilt es als ausgemacht, dass Dodi die Balz um die meistfotografierte Frau der Welt vor allem auf Wunsch seines Vaters Mohamed begann. Der Harrods-Besitzer, so heißt es, wollte sich durch eine Verbindung seiner Familie mit Diana, Mutter des künftigen Königs, ein Entree in die englische High Society sichern. Mohamed Al-Fayed behauptete nach dem Tod Dianas und Dodis, die beiden seien verlobt gewesen, Diana habe gar ein Kind von Dodi erwartet. Beweise blieb er schuldig.

Kelly Fisher hatte bereits bei einer früheren Anhörung beklagt, Al-Fayed junior habe ein "doppeltes Spiel" gespielt.

Wie die britische "Times" berichtet, wurde dem Londoner Gericht nun der Mitschnitt eines Telefongesprächs vorgespielt, in dem Fisher ihrem damaligen Verlobten Dodi bittere Vorwürfe macht.

Er habe sie, Fisher, nach St. Tropez einfliegen lassen, obwohl er sich dort mit Diana im Urlaub befand: "Du verführst Diana am Tag, mit mir schläfst du nachts. Mir hast du immer erzählt, dass du sie nicht mal leiden kannst."

Dodi entgegnete, die Beziehung zwischen ihm und Fisher sei beendet. Sie sei hysterisch. "Du bist so ein Lügner", antwortete Fisher. "Natürlich bin ich hysterisch - wir wollten heiraten und Kinder kriegen!"

Mit der Empfehlung, sie solle zum Psychiater gehen, beendete Dodi das Gespräch.

In Großbritannien mehren sich unterdessen Zweifel an dem Sinn der zu Lasten des Steuerzahlers durchgeführten Diana-Anhörung - immerhin gab es bereits zwei umfangreiche Untersuchungen zu ihrem Tod.

Dass bei der Anhörung noch einmal persönlichste Details aus dem Leben Dianas publik gemacht werden, die jahrzehntelang vergeblich um das Recht auf ihre Privatsphäre kämpfte, verleiht dem Vorgehen Mohamed al-Fayeds zudem eine bittere Ironie.

pad

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