Dianas Unfalltod Königshaus fürchtet neue Enthüllungen

Der Streit über die Umstände des tödlichen Verkehrsunfalls von Prinzessin Diana geht in eine neue Runde. Ab Montag beschäftigt sich erneut ein britisches Gericht mit dem Vorwurf, der Geheimdienst stecke hinter ihrem Tod. Das Königshaus fürchtet nun die Veröffentlichung bislang geheimer Dokumente.


London - Fast zehn Jahre ist der Unfall in Paris nun her - und erneut beginnen am Montag gerichtliche Anhörungen. Nocheinmal geht es um die Vorwürfe des ägyptischen Geschäftsmanns Mohammed Al Fayed, die Ex-Frau von Thronfolger Prinz Charles und sein Sohn Dodi seien Opfer eines Geheimdienst-Komplotts geworden.

Die Anhörungen im Londoner High Court werden von der erfahrenen Richterin Elizabeth Butler-Sloss geführt. In einem ersten Schritt muss sie einen Zeitplan festlegen und entscheiden, wie öffentlich das Verfahren geführt wird. Erwartet wird, dass die Anhörungen noch vor dem zehnten Todestag des Unfalls am 31. August 1997 abgeschlossen sein sollen.

Nach einem Bericht der Sonntagszeitung "The Observer" fürchtet das Königshaus neuen öffentlichen Wirbel um den Tod Dianas. Der Inhalt zahlreicher Dokumente aus den Ermittlungsakten, die bislang unter Verschluss gehalten werden, könnten bekannt werden. Dabei gehe es zum Beispiel um die Protokolle der Befragung von Prinz Charles. Al Fayeds Anwälte fordern, dass alles öffentlich gemacht und eine Jury aus Geschworenen eingesetzt wird. Die beiden Söhne Dianas, die Prinzen William und Harry, hatten den Ägypter kürzlich aufgefordert, seine Verschwörungstheorien nicht länger zu verfolgen.

Inzwischen wurde bekannt, dass Williams Freundin Kate Middleton seit kurzem verstärkten Polizeischutz erhält. Auf diese Weise soll die Tochter eines Unternehmer-Ehepaares, die am Dienstag 25 Jahre alt wird, besser abgeschirmt werden. Paparazzi sind ihr so sehr auf der Spur, dass es Erinnerungen daran weckt, wie Diana von Fotografen verfolgt wurde. Grund dafür sind anhaltende Spekulationen über eine bald bevorstehende Verlobung. Die Sonntagszeitung "Sunday Mirror" berichtete sogar, dass Prinz Charles jetzt schon für Polizeischutz rund um die Uhr sorgen wolle, obwohl dies eigentlich erst nach einer Verlobung möglich wäre.

ler/dpa/Reuters



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