Die Bilder der Woche Mit dem Mut der Verzweiflung

In Myanmar schützen sich die Menschen mit selbst gemachten Schutzausrüstungen vor der Militärjunta. Außerdem: Alexej Nawalnys Straflager und Donald Trumps Rückkehr auf die Bühne. Das sind die Bilder der Woche.
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Er ist wieder da

Wenige Wochen nach seinem letzten öffentlichen Auftritt tritt Donald Trump zurück ins Rampenlicht. Huldigung bekommt der Ex-US-Präsident beim Jahrestreffen der US-Konservativen in Orlando. Doch das einst seriöse Traditionstreffen entwickelt sich zu einer bizarren Show. Sein begnadigter Ex-Berater Roger Stone (l.) tanzt zu einem Rap über die Wiederwahl von Trump. Hier vorgetragen von Rapper Forgiato Blow. Sehen Sie hier das Video.

Foto: OCTAVIO JONES / REUTERS
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Durchblick

Trotz zahlreicher Toter sind in Myanmar wieder Gegner des Militärs auf die Straße gegangen. Dieser Demonstrant hat sich bei Protesten in Yangon eine improvisierte Tränengasmaske gebastelt, um sich vor Gasschwaden zu schützen.

Foto: STR / AFP
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Blindgänger

Ein Mann und ein Kind sortieren nicht explodierte Granaten auf einer Deponie für Artillerie- und Munitionsreste. Einige Bewohner der Provinz Idlib verdienen sich in dem kriegsgebeutelten Land ihren Lebensunterhalt mit dem gefährlichen Sammeln und dem Verkauf von Bomben- und Artillerieüberresten, die recycelt und industriell weiterverwertet werden.

Foto:

Anas Alkharboutli / dpa

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Gassi gehen, geradeaus

Fast zehn Jahre ist die Reaktorkatastrophe von Fukushima her. Damals mussten mehr als 100.000 Menschen die kontaminierte Region verlassen, nachdem eine gewaltige Flutwelle ein Atomkraftwerk traf und es zur Kernschmelze kam. Der Japaner Sakae Kato jedoch blieb in der Region – und rettete zurückgelassene Tiere. Darunter ist auch Hund Pochi, mit dem er hier auf einer verlassenen Straße zu sehen ist. »Ich möchte nicht gehen«, sagt Kato. Dafür lebe er zu gern in diesen Bergen.

Foto: KIM KYUNG-HOON / REUTERS
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Jüdischer Karneval

Jedes Jahr um diese Zeit wird das jüdische Fest Purim gefeiert. Das Losfest erinnert an die Rettung aus drohendem Genozid in der persischen Diaspora. Es ist ein fröhlicher Anlass, Verkleidungen und Umzüge gehören in der Regel ebenso dazu wie Festmähler. Im israelischen Bnei Brak gehörten auch Bestatterin und Totengräber zu den Kostümen.

Foto: Oded Balilty / AP
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Gut Holz

Holz, so weit das Auge reicht: Verglichen mit anderen Bundesländern gibt es in Schleswig-Holstein zwar wenig Wald, doch die Laubhölzer aus den schleswig-holsteinischen Landesforsten gelten als besonders begehrt. Bei der traditionellen »Wertholzversteigerung« werden alljährlich Spitzenpreise erzielt – ein Festmeter Eiche wechselte in diesem Jahr im Schnitt für 493 Euro den Besitzer. Dabei reisten manche Bieter sogar aus dem Ausland an.

Foto: Axel Heimken / picture alliance / dpa
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Die Welt der Ausgestoßenen

Pokrow ist eine russische Kleinstadt, sie liegt nur circa hundert Kilometer östlich von Moskau. Nun ist die unscheinbare Stadt weltbekannt: Denn in dieses Straflager mit mehreren Hundert Insassen ist der Kremlkritiker Alexej Nawalny für zweieinhalb Jahre verbannt worden. Das Team des Regierungskritikers fürchtet um sein Leben.

Foto:

DIMITAR DILKOFF / AFP

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Eis im Kreis

Blick auf ein riesiges Eiskarussell auf einem gefrorenen See in Finnland. Die Erbauer in Lappajärvi wollen den Weltrekord in dieser Kategorie knacken.

Foto: JESSE JOONATAN MORIN / AFP
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Höher, stärker, Krieger

Junge Männer des ostafrikanischen Massai-Volkes zelebrieren den rituellen Adumu, einen Sprungtanz. Dabei springen gleichaltrige Massai, die zum Krieger werden möchten, in einem Rund, so hoch sie können. Während die Fersen dabei nie den Boden berühren dürfen, beweisen sie so ihre Stärke.

Foto: TONY KARUMBA / AFP
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Par°|s bei Nacht

Es wirkt ein bisschen so, als wäre am Himmel über Frankreichs Hauptstadt ein i-Tüpfelchen verrutscht, hier, in dieser Momentaufnahme von der Nacht auf Montag. Am Wochenende leuchtete noch ein Vollmond über Paris, doch auch in seiner bereits abnehmenden Erscheinung sieht der Mond formidabel aus, vor allem so in Szene gesetzt durch das Spotlight am Eiffelturm.

Foto: THOMAS COEX / AFP
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Mit Wasser und Steinen

In der thailändischen Hauptstadt Bangkok protestieren Tausende Menschen vor einer Militärkaserne, in der Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha lebt. Sie fordern den Rücktritt des Regierungschefs, der mit dem Militärputsch 2014 an die Macht gekommen war. Als sie versuchen, eine Absperrung zu überwinden, setzt die Polizei Wasserwerfer und Tränengas ein. Die Demonstranten wiederum werfen mit Steinen.

Foto:

JACK TAYLOR / AFP

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Ehrentag

»Magha Puja« ist ein buddhistischer Feiertag. Er wird alljährlich am Vollmondtag des dritten Mondmonats begangen, um Buddha und seine Lehren zu ehren. Eine Lichterprozession am Abend ist Teil der Feierlichkeiten. So auch am Temple Wat Phra Dhammakaya nördlich von Thailands Hauptstadt Bangkok.

Foto:

JACK TAYLOR / AFP

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Alles wie immer?

Eine U-Bahn, in der Menschen eng an eng zusammengepfercht stehen, ist hierzulande undenkbar. In Venezuelas Hauptstadt Caracas schützen sich diese Pendler nur mit einfachen Masken vor dem Coronavirus. Menschenrechtsaktivisten werfen der Regierung des linksgerichteten Präsidenten vor, das Ausmaß der Pandemie in dem 30-Millionen-Einwohner-Land zu vertuschen.

Foto:

Matias Delacroix / AP

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Der Rauch bleibt

Sechs Monate ist es her, dass eine gewaltige Explosion großer Mengen Ammoniumnitrat Teile Beiruts zerstörte. Bisher wurde niemand zur Rechenschaft gezogen und der Libanon befindet sich in einer Finanzkrise. Auch in dieser Woche hängt erneut Rauch über der arabischen Hauptstadt: Während eines Protests zünden Demonstranten Reifen an.

Foto: Hassan Ammar / dpa
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Der Trainer und die Schülerin

Dass es im Sport kein Jung oder Alt gibt, sagte bereits der Fußballtrainer Otto Rehhagel. Die Konstellation in diesem Foto ist allerdings besonders: Hier wird die 75 Jahre alte Nancy Van der Stracten von einem deutlich jüngeren Coach trainiert. Die 75-Jährige ist im Boxsport auch deswegen aktiv, um gegen ihre Krankheit anzukämpfen. Van der Stracten hat Parkinson, und die Bewegungen beim Boxen sollen laut Forschern bei Parkinson-Symptome einen positiven Einfluss haben.

Foto: UMIT BEKTAS / REUTERS
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Tränen der Angst

Zwei Töchter von Humaira Mustapha, die hier weint, wurden von Bewaffneten aus einer Schule in Nigeria entführt. Insgesamt wurden mehr als 300 Schülerinnen in dem Ort Jangebe gekidnappt. Bei dem Überfall handelt es sich nun um die bereits dritte Massenentführung in dem Land in diesem Monat. Die Banden handeln üblicherweise aus finanziellen Motiven. Es gibt jedoch Bedenken, dass sie mit Dschihadisten aus dem Nordosten kooperieren könnten.

Foto:

KOLA SULAIMON / AFP

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Cultural Distancing

Für das Projekt »Social Distance Stacks« haben sich Tänzerinnen und Tänzer des Stuttgarter Balletts in ihren klassischen Kostümen und in Blasen fotografieren lassen. Der Künstler Florian Mehnert will damit thematisieren, wie sich der in der Pandemie notwendige Abstand auf Menschen auswirkt und wie wichtig Nähe als Bestandteil des sozialen Miteinanders ist.

Foto: RALPH ORLOWSKI / REUTERS
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Früh übt sich

Taekwondo ist in Afghanistan beliebt, 2012 bei den Olympischen Sommerspielen in London begeisterte Nesar Ahmad Bahave ein Millionenpublikum, auch und vor allem in seiner Heimat, als er sich angeschlagen durch das Turnier kämpfte und im Bronzekampf knapp unterlag. Es ist jedenfalls eine Sportart, die auch junge Frauen anzieht – wie diese Schülerinnen bei einer Trainingseinheit in Kabul.

Foto: Rahmat Gul / AP
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Über den Wolken

Die nordische Ski-WM ist nicht nur ein Turnier mit sportlichen Höchstleistungen. Es ist auch die Zeit, in der besondere Sportfotos entstehen. Hier sehen wir Astrid Nordstedt beim Skispringen der Frauen in Oberstdorf.

Foto: KAI PFAFFENBACH / REUTERS
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Gegen die Schulöffnungen

Dieser Schüler protestiert in der chilenischen Hauptstadt Santiago gegen den erneuten Präsenz-Unterricht während der Corona-Pandemie. Zahlreiche Demonstranten liefern sich teils gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei, mehrere Schüler wurden festgenommen. Nach den Einsätzen verlangen Familien nun die Auflösung und Neugründung der Ordnungshüter.

Foto: Alberto Valdes / EPA
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Wellenreiten

Ein Ausritt mit nassen Hufen: Am Strand von Haffkrug, Schleswig-Holstein, ist eine Frau mit ihrem Islandpferd Smilla unterwegs. Zwischen Oktober und März ist Reiten an den Stränden der Lübecker Bucht erlaubt.

Foto: Daniel Reinhardt / dpa
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In den Farben getrennt, in der Sprungform vereint

Mason Holgate vom FC Everton (l.) und sein Gegenspieler Che Adams vom FC Southampton mit nahezu demselben Bewegungsablauf im Kampf um den Ball. Wer ihn in dieser Aktion erobert hat, können wir abschließend nicht sagen. Das Spiel in der Premier League gewann jedoch der FC Everton.

Foto: CLIVE BRUNSKILL / REUTERS
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Hamburg aus der Möwenperspektive

Kirchtürme, ein Bürogebäude in der Hafencity und die Spitzen der Elbphilharmonie ragen aus dichtem Nebel, der über Hamburg liegt. Der Spielbetrieb des berühmten Konzerthauses ist wegen der Pandemie derzeit eingestellt. Und auch sonst liegt die Hansestadt im Corona-bedingten Winterschlaf.

Foto: Juergen Tap / Hoch Zwei / imago images
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