Die Familie des Schahs Auch ohne Macht in den Schlagzeilen


Der Schah von Persien im April 1979 auf den Bahamas mit Kronprinz Resa Cyrus Ali (re.), Tochter Leila (vorn Mitte), seiner dritten Frau Farah.
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Der Schah von Persien im April 1979 auf den Bahamas mit Kronprinz Resa Cyrus Ali (re.), Tochter Leila (vorn Mitte), seiner dritten Frau Farah.

Hamburg - Mit seiner Frau Farah hatte der vor mehr als 20 Jahren gestürzte Schah von Persien, Mohammed Resa Pahlewi, zwei Töchter und zwei Söhne: den 1960 geborenen, langerwarteten Thronerben Resa Cyrus Ali, die 1963 geborene Prinzessin Faranaz, den 1966 geborenen Prinzen Ali Resa und schließlich Prinzessin Leila, die 1970 zur Welt kam. Außerdem hatte der Kaiser noch eine Tochter aus erster Ehe. Die Familie stand nach der Flucht ins Exil keineswegs mit leeren Händen da. Schon vor Verlassen der Heimat sollen Milliarden US-Dollar auf Schweizer Konten transferiert worden sein. Eine Reihe von Villen und Grundstücken in westlichen Ländern sollen zum Besitz der Familie gehören.

Der Schah wurde im Januar 1979 unter dem Druck der Opposition und kurz vor der Ankunft des Revolutionsführers Ajatollah Ruhollah Chomeini vertrieben. Nach einer Odyssee durch mehrere westliche Länder ließ sich die Schah-Familie im März 1980 in Kairo nieder, wo der Herrscher kurze Zeit darauf starb. Mit 21 Jahren hatte er 1941 den "Pfauenthron" bestiegen und regierte das Land von der ersten Stunde an mit eiserner Hand. Zu schweren Ausschreitungen außerhalb des Iran gegen ihn kam es auch bei seinem Besuch in Deutschland im Juni 1967, bei denen in Berlin der Student Benno Ohnesorg getötet wurde.

Erst kürzlich hat sein ältester Sohn in den USA nach Jahren des Exils den Wunsch geäußert, in seine Heimat zurückzukehren. Nach seiner Auffassung müsse das Volk entscheiden, welche Staatsform es haben wolle. Die Menschen wüssten, dass historisch gesehen er immer noch der Thronerbe sei.



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