Schönhagen in Schleswig-Holstein Ditsch-Weltmeister gekürt

Einen flachen Stein möglichst lange übers Wasser springen lassen: Am Ostseestrand hat die Ditsch-WM stattgefunden. Der Siegerwurf blieb allerdings sehr weit unter dem Weltrekord.
Gewann in beiden Disziplinen der Ditsch-WM: Hamburger Linus Westphal

Gewann in beiden Disziplinen der Ditsch-WM: Hamburger Linus Westphal

Foto: Jonas Walzberg / dpa

Wer kann einen flachen Stein möglichst oft oder möglichst zielgenau über das Wasser hüpfen lassen? Das haben rund 35 Männer, Frauen und Kinder am Sonntag unter den Augen von etwa 150 Zuschauern am Ostseestrand von Schönhagen bei Kappeln ausgetestet – und die Ditsch-Weltmeister 2022 gekürt. Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus der Region oder seien Urlauber, sagte Christoph Manz, einer der Schiedsrichter, im Anschluss an die Veranstaltung.

Laut Veranstaltern habe das Steine-hüpfen-Lassen eine jahrhundertelange Tradition, schon im antiken Griechenland sei dieser Zeitvertreib beliebt gewesen. Um im Jahr 2022 »Weltmeister« in der Disziplin »Meister der tausend Sprünge« zu werden, reichte es, den Stein elfmal über das Wasser hüpfen zu lassen. Der Weltrekord liegt bei 88 Sprüngen.

Bei den Frauen und den Kindern schafften die Sieger jeweils acht Sprünge. Außerdem wurden die »Meister der Genauigkeit« gesucht: In dieser Disziplin mussten Steine in ein schwimmendes Tor geditscht werden, der Sieg ging an den Teilnehmer mit den meisten Treffern. Bei den Männern gewann in beiden Disziplinen der Hamburger Linus Westphal.

Da am Strand von Schönhagen möglicherweise nicht ausreichend geeignete Steine gefunden und gesammelt werden konnten, hatten die Veranstalter empfohlen, selbst Steine mitzubringen. Flache Exemplare eignen sich am besten. Auch Westphal hatte im Vorfeld Steine gesammelt. Zwei Minuten hatten die Teilnehmer nach Freigabe durch den Schiedsrichter Zeit, ihre Steine zu werfen. Die Sprünge mussten dabei deutlich erkennbar sein. Zu gewinnen gab es neben einer Hotelübernachtung auch einen Pokal – natürlich aus Stein.

In den vergangenen zwei Jahren gab es wegen der Coronapandemie keine Ditsch-Meisterschaft. In den Jahren zuvor fand der Wettbewerb je zweimal in den wenige Kilometer entfernten Orten Damp und Waabs statt.

fla/dpa
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