Dokumentation Fatale Feuer in Obdachlosenheimen

Vor allem während der kalten Jahreszeit kommen Brände in Obdachlosenunterkünften immer wieder vor. Gründe sind oft Fahrlässigkeit, aber manchmal auch Vorsatz der Bewohner. Tote, Verletzte, Zerstörungen - eine Chronologie des Schreckens.


20. April 2001:

Drei Obdachlose kommen bei einem Brand in einem städtischen Wohnhaus im niedersächsischen Königslutter ums Leben. Eine vierte Person wird schwer verletzt. Die zwischen 29 und 63 Jahre alten Obdachlosen erstickten in den Flammen. Die Ursache des Brandes kann nicht genau geklärt werden.

22. November 2003: In einem Obdachlosenheim im baden-württembergischen Geislingen stirbt ein 58-Jähriger, nachdem ein Feuer in seinem Zimmer ausgebrochen war. Ein Fremdverschulden wird ausgeschlossen.

3. Oktober 2004: Ein Feuer in einer Obdachlosenunterkunft im niedersächsischen Rotenburg kostet einen 35-jährigen Bewohner das Leben. Der Mann hatte Zeugenaussagen zufolge vermutlich das Zimmer eines 60-jährigen Mitbewohners angezündet.

1. September 2005: Offenbar durch Fahrlässigkeit eines Heimbewohners bricht ein Feuer in einer Stralsunder Obdachlosenunterkunft aus. Die Flammen wurden vermutlich durch eine Zigarette oder andere Tabakwaren ausgelöst. Einige der 15 anwesenden Bewohner müssen über Leitern aus dem Mehrfamilienhaus geholt werden. Die meisten können sich jedoch selbst in Sicherheit bringen.

17. November 2005: Bei einem Feuer in einem Greifswalder Obdachlosenheim können alle 24 Heimbewohner unverletzt in Sicherheit gebracht werden. Brandursache ist wahrscheinlich fahrlässige Brandstiftung.

2. Dezember 2005: Bei einer Brandkatastrophe in einem Obdachlosenheim im sachsen-anhaltischen Halberstadt kommen neun Menschen ums Leben. Fünf weitere Bewohner werden verletzt. Die Ursache des Feuers ist noch unklar.



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