Dominikanische Republik TV-Moderator zündet Magier an

Wayne Houchin wollte in einer TV-Sendung nur ein bisschen zaubern. Stattdessen überschüttete ihn der Moderator mit brennendem Parfum. Houchin erlitt schwere Verletzungen, will den Angreifer jetzt verklagen - und vor allem wissen, warum der Moderator ihn attackierte.

AP

Santo Domingo - Wayne Houchin ist nicht mehr im Krankenhaus. Aber bis er wieder schmerzfrei leben kann, wird es noch eine Weile dauern. Gesicht, Kopfhaut und Hände des US-Zauberers sind verbrannt - schmerzhafte Erinnerungen an einen TV-Auftritt.

Houchin war Ende November Gast einer Sendung in der Dominikanischen Republik. Dort sollte er interviewt werden und Zaubertricks vorführen. Stattdessen sagte Moderator Franklin Barazarte, er wolle Houchin segnen. Barazarte ließ sich von Houchins Frau Frania brennbares Parfum auf seine Hände gießen und bat BJ Bueno, einen anderen Zauberer, die Flüssigkeit anzuzünden.

"Zu dem Zeitpunkt hatte niemand von uns eine Ahnung, was der Moderator plante", sagte Houchin. "Es gab keinen Grund anzunehmen, er wolle einen Stunt vorführen." Man habe angenommen, er sei ein Profi und habe ihm deshalb vertraut. Houchin hätte sich besser in Sicherheit gebracht. Barazarte warf das brennende Parfum auf den 29-Jährigen und rieb es in dessen Gesicht. Die Sendung wurde nie ausgestrahlt, aber eine Person nahm die Situation mit seinem Handy auf. Das Video wurde etwa bei CNN veröffentlicht - und es ist nichts für sensible Gemüter. Unter anderem ist zu sehen, wie sich Houchin in Schmerzen auf dem Boden wälzt.

Laut Houchin sind seine Frau Frania und Zaubererkollege BJ Bueno traumatisiert, weil sie dem Moderator unwissentlich geholfen hatten, seinen Angriff durchzuführen. "Sie sind wütend und am Boden zerstört, dass sie unbeabsichtigt daran teilgenommen haben." Er selbst, sagt Houchin, habe immer noch starke Schmerzen - "aber es wird besser".

Der Verletzte will Barazarte verklagen. "Der Angriff war absichtlich. Der Moderator ist nicht gestolpert und hat die brennende Flüssigkeit aus Versehen über mich geschüttet. Er wollte das", sagte er. Was Barazarte dazu getrieben haben könnte, wisse er nicht. Barazarte selbst wollte sich gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press nicht zu dem Vorfall äußern.

ulz/AP

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