Donald Trump fabuliert über Schüsse auf Hillary Clinton

Neuer Tag, neuer Trump-Wahnsinn

Dieser Beitrag wurde am 10.08.2016 auf bento.de veröffentlicht.

Der zweite Verfassungszusatz in den USA ist für konservative Amerikaner heilig. Er besagt, dass die Regierung in Washington das Recht auf den Besitz und das Tragen von Waffen nicht einschränken darf. Über eben diesen zweiten Verfassungszusatz hat nun der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump gesprochen – und die Anwendung des Artikels gegen seine demokratische Rivalin Hillary Clinton vorgeschlagen.

Trump hat seine Worte offenbar bewusst zweideutig gewählt:

Die Worte lassen sich in etwa so übersetzen:

Mit Zweite-Verfassungszusatz-Leute meint Trump die Anhänger des Waffenbesitzes. Mit Richtern sind Oberste Richter gemeint, die der US-Präsident ernennt.

Der zweite Verfassungszusatz wird in den USA von vielen so interpretiert, dass sich das Volk mit Waffengewalt gegen eventuelle Despoten oder eine illegitime Regierung zur Wehr setzen könne. Deshalb gilt Trumps Äußerung als verklausulierter Aufruf zum Aufstand oder Anschlag.

Trump selbst weist dies in einer Stellungnahme zurück. Er habe die Zweite-Verfassungszusatz-Leute (also Anhänger des Verfassungsartikels) lediglich erwähnt, weil sie einen "bewundernswerten Spirit" und "große politische Kraft" hätten. Und daher würden sie für ihn stimmen. Unerwähnt lässt Trump in dem Statement, dass sich die Passage in seiner Rede ganz offensichtlich auf die Zeit nach der Wahl bezieht, wenn eine Präsidentin Clinton Oberste Richter ernennen könnte.

Clintons Wahlkampfchef Robby Mook sagte: "Was Trump sagt, ist schlicht gefährlich. Eine Person, die Präsident der Vereinigten Staaten werden möchte, sollte Gewalt in keiner Weise vorschlagen."

Der Secret Service, der für die Sicherheit des US-Präsidenten sowie die Präsidentschaftskandidaten zuständig ist, meldete sich ebenfalls zu Wort:

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