Hund als Terroristenjäger Staatsfreund Nr. 1

Mit einem bemerkenswerten Tweet adelt US-Präsident Donald Trump den Armeehund, der IS-Chef Baghdadi bis zuletzt verfolgte. Der Name des Tieres wird jedoch nicht verraten - aus Sicherheitsgründen.
Belgischer Schäferhund in Diensten des US-Militärs: "Schön und talentiert"

Belgischer Schäferhund in Diensten des US-Militärs: "Schön und talentiert"

Foto: The White House/ REUTERS

Alerte Augen, die Ohren auf Habacht in die Höhe gereckt, die Zunge lässig über die Fangzähne gelegt: Ein Belgischer Schäferhund ist auf dem besten Wege, in den USA ein Held im Kampf gegen den internationalen Terrorismus zu werden. Die US-Regierung veröffentlichte ein Foto des Hundes, der den Chef der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), Abu Bakr al-Baghdadi, bei einem Militäreinsatz in Syrien bis zu dessen Tod verfolgte.

Donald Trump lobte das Tier in höchsten Tönen: Der "wunderbare" Hund habe bei dem Einsatz gegen Baghdadi einen "tollen Job" gemacht, erklärte der US-Präsident auf Twitter. Zuvor hatte Trump den Hund bereits als "schön" und "talentiert" gepriesen.

Das Tier wurde bei dem Einsatz in der Nacht zum Sonntag laut US-Generalstabchef Mark Milley leicht verletzt, es habe einen "enormen Dienst" geleistet. Der Hund war dem Chef der Dschihadistenmiliz in einen Tunnel hinterhergejagt, wo sich Baghdadi dann durch Zünden einer Sprengstoffweste selbst tötete. Das Tier befinde sich auf dem Weg zur vollständigen Genesung und sei auch schon wieder an der Seite des für ihn zuständigen Militärs im Dienst, sagte Milley bei einer Pressekonferenz im Pentagon.

Der Name des Tiers wurde aber nicht bekannt gegeben: "Wir schützen die Identität des Hundes", so Milley. Der oberste US-General begründete dies damit, dass sich der Hund weiter im Einsatzgebiet befinde. Trump twitterte, nur das Foto des Tiers sei freigegeben, nicht aber dessen Name. Es handelt sich bei ihm um einen Belgischen Schäferhund, wie zwei Regierungsmitarbeiter dem Sender NBC News sagten. Diese Rasse wird von den Spezialkräften der US-Armee häufig eingesetzt.

Sterbliche Überreste von IS-Anführer auf See bestattet

Zudem gab Milley bekannt, dass Baghdadis sterbliche Überreste auf hoher See bestattet wurden. Genauere Angaben zu Ort und Verlauf der Bestattung wurden aber nicht gemacht. Die "Beseitigung" von Baghdadis Überresten sei "angemessen" gemäß der militärischen Prozeduren und des Kriegsrechts gehandhabt worden und abgeschlossen, so Milley. Die Bestattung erinnert an jene von Osama Bin Laden: Auch die Überreste des 2011 bei einem US-Militäreinsatz in Pakistan getöteten Chefs des Al-Qaida-Terrornetzwerks waren im Meer beigesetzt worden.

Der Körper Baghdadis war bei der Explosion der Sprengstoffweste verstümmelt worden. Seine Überreste wurden dann laut Milley zunächst für DNA-Tests an einen sicheren Ort gebracht. Die Tests bestätigten, dass es sich um den IS-Anführer handelte.

mkl/dpa/AFP