Donau und Inn Hochwasser erreicht Passau

Nach der Entspannung der Hochwasserlage in Südbayern haben die Fluten in der Nacht zum Dienstag Ostbayern erreicht. Die Behörden erwarten, dass an der Donau am Vormittag die höchste Warnstufe erreicht wird.


In vielen Teilen Bayerns sind die Flüsse über die Ufer getreten
DPA

In vielen Teilen Bayerns sind die Flüsse über die Ufer getreten

Regensburg - Wie die Polizei mitteilte, traten in Passau bereits die Flüsse Donau und Inn über die Ufer. Zwei Straßen in der Innenstadt wurden überschwemmt, und die Pegelstände steigen weiter. Entlang der Donau wurde die niedrigste Hochwassermeldestufe Eins erreicht. Bereits am Montag waren erste Straßen in Niederbayern überflutet worden.

Für die oberpfälzische Bezirkshauptstadt Regensburg erwartete die Polizei einen langsam steigenden Pegelstand im Laufe des Dienstagvormittags. "Die große Welle geht jedoch weiter Richtung Passau", sagte ein Polizeisprecher.

In Kelheim gestaltete sich die Situation in der Nacht dagegen nicht so dramatisch wie befürchtet. Ein Sprecher der Polizei sagte, das Wasser werde in den frühen Morgenstunden kaum weiter ansteigen. In Ingolstadt seien nach Mitternacht ebenfalls sinkenden Pegelstände beobachtet worden.

Unterdessen kündigte Bayerns Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU) Hilfsmaßnahmen für Betroffene an. Hochwasseropfer könnten mit Steuererleichterungen rechnen. Nach ausgiebigen Regenfällen hatte am Wochenende das Hochwasser in weiten Teilen Südbayerns Schäden in Höhe von mehreren Millionen Mark verursacht. 10.500 Helfer von Feuerwehr, THW und weiteren Hilfsorganisationen hatten gegen die Wassermassen angekämpft.

Ein Pilzsammler hat am Montagnachmittag in einem Bachbett bei Oberstdorf die Leiche eines Mannes gefunden. Mit "ziemlicher Sicherheit" handele es sich dabei um den Wanderer, der am Vortag von den Fluten eines Sturzbaches fortgerissen wurde, teilte die Polizei mit. Die Identifizierung steht noch aus.



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