Doppelmord an Kindern Erste DNS-Spuren entdeckt

Im Mordfall der beiden Eschweiler Geschwister Tom und Sonja haben Ermittler erste DNS-Spuren sicherstellen können. Anhand des genetischen Abdrucks könnte der Täter überführt werden.


Die DNS-Analyse erweist sich immer öfter als Wunderwaffe der Ermittler
DPA

Die DNS-Analyse erweist sich immer öfter als Wunderwaffe der Ermittler

Aachen - Es sei gelungen, erste DNS-Spuren vom Leichenfundort zu sichern, erklärte Oberstaatsanwalt Robert Deller am Mittwoch. Diese Spuren könnten aber noch nicht zugeordnet werden. Einzelheiten könnten aus ermittlungstaktischen Gründen nicht veröffentlicht werden, sagte Deller. Inzwischen seien mehr als 800 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen.

Die beiden Geschwister im Alter von neun und elf Jahren waren erdrosselt und erwürgt aufgefunden worden. Ihre Eltern hatten ihre Kinder am 30. März vermisst gemeldet, die Polizei suchte tagelang mit mehreren Hundertschaften die Umgebung ab.

Ob es einen Zusammenhang zwischen den Morden an Sonja und Tom und dem Mord an der elfjährigen Claudia aus Grevenbroich gibt, ist derzeit noch unklar. Das Mädchen war 1996 erwürgt oder erdrosselt an der A 1 bei Euskirchen gefunden worden. Die Schülerin war 60 Kilometer von ihrem Wohnort unbekleidet auf einem Feldweg gefunden und wahrscheinlich sexuell missbraucht worden.

Auch Sonjas Leiche hatte der Täter in der Nähe der Autobahn A1 abgelegt. Spaziergänger entdeckten die Kinderleiche in einem Waldstück etwa 500 Meter vom Ende der Autobahn A1 in der Nähe von Blankenheim. "Das sind Parallelen, die natürlich sofort hellhörig machen", sagte Deller am Dienstag.



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