Dortmund Geräumtes Hochhaus wohl erst in zwei Jahren wieder bewohnbar

Fast 800 Menschen mussten einen großen Wohnkomplex im Dortmunder Westen verlassen - wegen Brandschutzbedenken. Die Modernisierungsmaßnahmen dauern aber deutlich länger als befürchtet.

Wohnkomplex Hannibal II in Dortmund
DPA

Wohnkomplex Hannibal II in Dortmund


Die Bewohner eines geräumten Hochhauses in Dortmund können nach Einschätzung des Eigentümers frühestens in zwei Jahren in ihre Wohnungen zurückkehren. Im Zuge der Behebung von Brandschutzmängeln seien weitere Modernisierungsmaßnahmen geplant, sagte eine Sprecherin. Details nannte sie nicht. Die Stadt erklärte, sie halte den Zeitraum für "nachvollziehbar".

Das Hochhaus mit mehr als 400 Wohnungen war aus Brandschutzgründen am 21. September kurzfristig evakuiert worden. Viele der 752 Betroffenen sind in anderen Wohnungen oder kommunalen Übergangseinrichtungen untergekommen, andere bei Freunden oder Verwandten.

Der Eigentümer der Wohnanlage, Intown, hatte nach der Räumung schnelles Handeln zugesagt, um die Brandschutzmängel zu beseitigen und die Wohnungen wieder bezugsfertig zu machen. Zuletzt war von Monaten die Rede. Wegen der abrupten Räumung hat der Eigentümer inzwischen die Stadt Dortmund verklagt.

bam/dpa



insgesamt 13 Beiträge
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wahrsager26 16.10.2017
1. Länger als befürchtet!
Ja, manchmal kann man nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen....!War das nicht klar, dass das nicht in drei Wochen zu bewerkstelligen ist, Umbau und Sanierung?Wirklich nicht? Danke
Flying Rain 16.10.2017
2. Hört
Hört sich fast nach einer neuen Taktik an um alle Mieter aus den Buden zu bekommen um gemütlich zu sanieren. Danach werden die Wohnungen zu aufpolierten Preisen wieder angeboten...
geotie 16.10.2017
3.
Zitat von Flying RainHört sich fast nach einer neuen Taktik an um alle Mieter aus den Buden zu bekommen um gemütlich zu sanieren. Danach werden die Wohnungen zu aufpolierten Preisen wieder angeboten...
Glaube ich nicht unbedient. Immerhin haben die Mieter einen Vertrag, wo den Mietern einer Wohnung in dem Haus überlassen wurde. Die Kosten für den Umzug, wieder Einzug und für die Übergangswohnung, würde ich auf alle Fälle an den Vermieter weiterreichen. Vielleicht mal einen Rechtsanwalt befragen.
Athlonpower 16.10.2017
4. Wenn der Brandschutz kommt, gibt es keine Gnade
Zitat von wahrsager26Ja, manchmal kann man nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen....!War das nicht klar, dass das nicht in drei Wochen zu bewerkstelligen ist, Umbau und Sanierung?Wirklich nicht? Danke
Tja, so isses nun mal mit den Herren vom Brandschutz, wenn die mal ins Haus gelassen werden, dann gibt es nach Oben keinerlei Begrenzung mehr, bei Aufwand und Rechnung. Ich nehme an, daß es billiger kommen würde, einfach alles abzureißen und gleich ganz neu nach den gesetzlichen Bestimmungen zu bauen, ansonsten wird das eine Dauerbaustelle für die nächsten Jahrzehnte!
susie.soho 16.10.2017
5. Die Rechte der Mieter
Zitat von geotieGlaube ich nicht unbedient. Immerhin haben die Mieter einen Vertrag, wo den Mietern einer Wohnung in dem Haus überlassen wurde. Die Kosten für den Umzug, wieder Einzug und für die Übergangswohnung, würde ich auf alle Fälle an den Vermieter weiterreichen. Vielleicht mal einen Rechtsanwalt befragen.
...sind vielfältig. Auf jeden Fall müssen alle Kosten ersetzt werden, die den Mietern durch die Räumung entstehen und entstanden sind! Diejenigen, die in einer Notunterkunft wohnen müssen, sollten in ein Hotel ziehen und die dafür entstandenen Kosten dem Vermieter auferlegen (am besten Fachanwalt für Mietrecht befragen!).
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