Dover Schwimmer wollte allein durch Ärmelkanal - große Rettungsaktion

Ganz allein wollte ein Mann von Dover nach Calais schwimmen - doch er scheiterte schon nach 500 Metern. Seenotretter mussten acht Stunden lang nach ihm suchen.
Schwimmerin vor Dover in der Grafschaft Kent (Symbolbild)

Schwimmerin vor Dover in der Grafschaft Kent (Symbolbild)

Foto: Gary Yeowell / Getty Images

Ohne Begleitung wollte ein Mann die etwa 43 Kilometer breite Meerenge zwischen dem englischen Dover und dem französischen Calais überqueren. Doch der ambitionierte Freizeitsportler kam nicht weit: Nach nur 500 Metern wurde er "unterkühlt und erschöpft, aber ansonsten gesund" vor der Küste der Grafschaft Kent in ein Rettungsboot gezogen.

Ein Bekannter des Schwimmers hatte Montagmittag besorgt die Küstenwache alarmiert und von dem leichtsinnigen Unterfangen berichtet. Daraufhin hatten Seenotretter mehr als acht Stunden lang unter anderem mit einem Hubschrauber nach dem Vermissten gesucht. Gegen 20 Uhr abends wurde er dann von einem vorbeifahrenden Schiff gesichtet.

Die Strecke im Ärmelkanal gilt als besonders gefährlich, weil sie von vielen großen Schiffen befahren wird. Derzeit wird die Passage von so vielen Migranten wie nie zuvor passiert: Sie versuchen, die Meeresenge von Frankreich nach Großbritannien in kleinen Schlauchbooten zu überqueren. Auch dabei kommt es immer wieder zu Notfällen. Der aktuelle Fall habe aber keinen Bezug zu Migranten, hieß es.

ala/dpa