Dresden Goldfolien-Porsche wird aus dem Verkehr gezogen

Gold-Karre mit Blendwirkung: Die Dresdner Polizei hat einen Protzporsche von der Straße verbannt, weil er die Verkehrssicherheit gefährdet. Der Fahrer muss nun tief in die Tasche greifen.

Der Fall sorgte für Aufsehen: In Dresden schleppte die Polizei einen mit einer goldenen Folie beschichteten Porsche ab. Das Auto stand nicht nur unerlaubt auf einem Anwohnerparkplatz, es galt auch die Frage zu klären, ob die Folie andere Verkehrsteilnehmer blenden könne.

Laut einem Bericht der »Bild«-Zeitung hat ein Gutachter das Fahrzeug mit bulgarischem Kennzeichen inzwischen inspiziert und festgestellt: Die goldfarbene Glanzfolie beeinträchtigt tatsächlich die Verkehrssicherheit. Man müsse von »einer erheblichen Blendwirkung und Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer« ausgehen, zitiert das Blatt einen Polizeisprecher.

Das Auto dürfe nicht mehr auf der Straße gefahren werden und müsse abgedeckt abtransportiert werden. Als Fahrer sei ein 29-jähriger Bulgare ermittelt worden. Der Mann habe eine Gefährderansprache erhalten und müsse nun für Abschleppkosten, das Gutachten sowie die Ordnungswidrigkeit bezahlen.

Glänzend folierte Autos werden immer wieder von der Polizei aus dem Verkehr gezogen. In Hamburg wurde 2019 ein mit goldener Folie überzogener Porsche Panamera als sicherheitsgefährdend erkannt. Im Oktober desselben Jahres stellte die Düsseldorfer Polizei ein goldfoliertes SUV sicher, dessen Abgasanlage zusätzlich manipuliert worden war.

Grundsätzlich gelte in solchen Fällen Paragraf 30 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), erklärte damals der TÜV-Experte Thorsten Rechtien: Fahrzeuge müssten »so gebaut und ausgerüstet sein, dass ihr verkehrsüblicher Betrieb niemanden schädigt oder mehr als unvermeidbar gefährdet, behindert oder belästigt«.

ala