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Schwimmer in Dresden: Ab in die Elbe

Foto: Arno Burgi/ dpa

Drei Grad Wassertemperatur Ab in die Elbe!

Bibberkälte und eisiger Wind ergeben perfektes Badewetter: In Dresden sind mehr als hundert Wagemutige in der Elbe geschwommen. Bei drei Grad Wassertemperatur blieben sie bis zu 20 Minuten in dem Fluss - schließlich kann man selten ungestraft peinliche Schwimm-Outfits tragen.

Dresden - Von der Carola- bis zur Augustusbrücke in Dresden sind es 400 Meter, die Distanz von der Albert- bis zur Augustusbrücke ist sogar doppelt so lang: Angesichts der Eiseskälte in Deutschland wären solche Strecken nicht einmal im dicken Mantel ein Vergnügen. Aber in Badehose oder Bikini? Und in der drei Grad kalten Elbe?

Es braucht wohl ein gewisses Maß an Kälteresistenz, um derzeit in einem Fluss zu schwimmen. Mehr als hundert Teilnehmer beim Dresdner Neujahrsschwimmen verfügten offensichtlich darüber. Genau 103 Teilnehmer - 14 weniger als im Vorjahr - zwischen 16 und 69 Jahren schwammen in dem Fluss, 75 wählten die kurze, 28 die lange Distanz.

Laut dem Veranstalter, der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG), kamen alle nach zehn bis 20 Minuten Schwimmzeit wohlbehalten an. Laut den "Dresdner Neuesten Nachrichten" verfolgten Hunderte Schaulustige das Spektakel von Brücken und vom Ufer aus.

Bei Außentemperaturen von sieben Grad unter Null stiegen die Schwimmer zum Teil in Kostümen in den Fluss. Es gab einige Weihnachtsmannmützen, Cowboyhüte und Zylinder zu bestaunen - und auch der unvermeidliche "Borat"-Einteiler für den Herrn durfte nicht fehlen. Eigentlich hätte die Badesaison schon am 5. Januar eröffnet werden sollen. Das Neujahrsschwimmen musste aber wegen Hochwassers verschoben werden.

ulz