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21. Juni 2013, 17:27 Uhr

Hochwasser-Mode

Aus Sandsäcken werden Handtaschen

Können Sandsäcke modische Accessoires sein? In Dresden geht das: Vor wenigen Tagen schützten sie die Menschen noch vor den Wassermassen, nun werden die Beutel zu Handtaschen umgenäht - und für einen symbolischen Preis verkauft.

Dresden - Die Spenden-Initiative Alles Jute näht in Dresden Handtaschen aus Sandsäcken. "Schon jetzt haben wir 150 Vorbestellungen", sagt ein Sprecher der Initiative. Auch aus Duisburg, Hamburg und Bremen seien Anfragen eingegangen.

350 Sandsäcke haben die Helfer bereits gesammelt und gewaschen, weitere werden noch gesucht. Verwendet werden können nur solche, die nicht mit dem verschmutzten Hochwasser in Berührung kamen.

Von nächster Woche an soll es die Taschen über einen Online-Shop bei Alles Jute zu kaufen geben. Die Taschen kosten 8,76 Euro - das entspricht dem Höchststand der Elbe in Dresden mit 8,76 Metern in der ersten Juniwoche.

Der Großteil der Einnahmen soll kleinen, privaten Kulturvereinen zugutekommen, die von der Flut geschädigt wurden. Auch wenn die Nachfrage groß ist, bleibt die Zahl der Handtaschen limitiert: "Spätestens bei 876 Stück ist Schluss."

Die Hochwasserlage entspannt sich unterdessen weiter. Die heftigen Unwetter haben die Pegelstände der Flüsse im besonders vom Hochwasser betroffenen Sachsen-Anhalt nicht wieder steigen lassen. Nach Angaben des Krisenstabs der Landesregierung sinken die Pegelstände von Elbe und Havel.

wit/dpa

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